Onechanbara Z2: Chaos (PS4) im Test – Knappe Höschen, viel blutiges Gemetzel

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Die ultimative Chance fürs Erste Mal: Onechanbara Z2: Chaos ist der erste Ableger der Reihe, der auch in Deutschland auf den Markt kommt! Auch in anderen europäischen Ländern gab es die letzten Jahre immer wieder die Gelegenheit, auf vier Plattformen knapp bekleidet Zombies zu schlachten. Onechanbara Z2: Chaos erscheint am 28. August nun exklusiv für die PlayStation 4. Wir haben’s durch und verraten euch, ob sich hinter der knappen Hülle ein spielenswerter Titel verbirgt.

Ein ewiger Konflikt

Onechanbara Z2: Chaos erzählt die Geschichte zweier Schwesternpaare, die sich einfach nicht gut verstehen, da sie doch zwei komplett verschiedenen Stämmen angehören: Saaya und Saki gehören zu den „Baneful“, Kagura und Aya dagegen zu den „Vampiric“. Und genau diese beiden Stämme liegen schon seit Jahrhunderten im Clinch – Wie sollte es auch anders sein!

Im Prinzip könnt ihr die Story von Onechanbara Z2: Chaos auch getrost vergessen, auch wenn sie zwischenzeitlich mit einigen witzigen Momenten das ganze Spielgeschehen immer mal auflockert. Letztendlich werden die vier natürlich dazu gezwungen, gemeinsam die Welt vor einfallenden Zombiemassen und sonstigen fiesen Monstern zu retten. Ein wichtiges Detail dabei: Gelangt Blut der Vampirics in den Kreislauf der Baneful, verwandeln diese sich in besonders mächtige Kämpfer. Spätestens jetzt ist das Gespann aus zwei ungleichen Paaren also eine wichtige Zweckgemeinschaft, um die Welt zu retten.

Onechanbara Z2: Chaos ist komplett auf Englisch spielbar und auch englisch vertont. Das ist insofern ganz praktisch, als dass auch während der Missionen mal ganz gerne gequatscht wird. Andererseits: Auch diese Dialoge könnt ihr getrost ausblenden, denn es geht hier nicht um tiefgehende strategische Entscheidungen, sondern… Ähm, na, eben nicht wirklich um etwas Wichtiges.

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Einstellungen vor dem Spielbeginn.

Ordentlich rumgespritzt

Macht nix: Der Fokus von Onechanbara Z2: Chaos liegt auch ganz woanders, nämlich auf den Kämpfen gegen die Massen von finsteren Wesen! Quasi alle Spielelemente, über die Onechanbara Z2: Chaos verfügt, drehen sich einzig und allein um die Kämpfe.

Zu Beginn des Spieles erhaltet ihr die Option, das im Spiel dargestellte Blut in Weiß, Schwarz oder Rot (Standard) darstellen zu lassen. Diese Option ist durchaus berechtigt – Wer kein Blut sehen kann, sollte vielleicht lieber die Finger von Onechanbara Z2: Chaos lassen! Während der Kämpfe ist das Spiel ein wahres Effektefeuerwerk, aber eben quasi nur, weil pausenlos Körperflüssigkeiten über den Bildschirm spritzen. Nur Blut natürlich.

Mechanisch bietet Onechanbara Z2: Chaos im Spielverlauf kaum etwas Neues: Im Wesentlichen werdet ihr nur durch verschiedene recht hübsch gestaltete Spielumgebungen geschleust, wo euch immer das Gleiche erwartet: Der Kampf gegen die Gegner. Auch die Widersacher unterscheiden sich nur unwesentlich voneinander. Recht schnell findet man heraus, wer besser austeilt und wer weniger gut. Ebenso, wer mehr einstecken kann und wer weniger. Und so kristallisieren sich schnell zwei, drei Hassgegner heraus, gegen die man nicht besonders gerne antritt.

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Standard in Onechanbara!

Doch komplex?

Jederzeit darf zwischen den vier spielbaren Figuren gewechselt werden. Dazu könnt ihr vor dem Kampf auch eine Figurenreihenfolge festlegen, die aber im Wesentlichen irrelevant ist. Zu beachten ist nur, dass ihr nicht immer zu viert auf dem Schlachtfeld unterwegs seid: Nach ihrem erstmaligen Einsatz und auch nach jedem weiteren sind die drei Kolleginnen erst nach einer gewissen Zeit wieder „einsatzbereit“ und können dann auf Knopfdruck herbeigerufen werden. Hier kommt dann doch eine kleine taktische Komponente in Onechanbara Z2: Chaos, denn ihr solltet euch die Unterstützung durch die anderen Kämpferinnen für einen Moment aufsparen, in dem ihr sie auch benötigt.

Ansonsten kommt man in den Kämpfen meistens vollkommen ausreichend mit reinem Buttonsmashing klar – Vor allem auf dem anfänglichen Schwierigkeitsgrad gibt es insgesamt nur wenige Probleme, aber durchaus einige Stellen, die deutlich schwieriger sind als andere. Im Widerspruch dazu steht das unheimlich komplex klingende Kampfsystem.

Einführungen und Hilfestellungen werden hauptsächlich auf den Ladebildschirmen und Texten präsentiert, sodass die Feinheiten in Onechanbara Z2: Chaos leider nicht besonders intuitiv zugänglich sind. Eigentlich hat jede der vier Spielfiguren nämlich besondere Kampfmoves, die durch teilweise fingerbrecherische Tastenkombinationen ausgelöst werden können. Zudem können die Figuren auch einzeln geskillt werden – Mittels während der Missionen verdienter und gesammelter „Orbs“ können einzelne Fertigkeiten aufgelevelt und Kombos erweitert werden. Davon abgesehen können Waffen, Ringe und verbrauchbare Items hergestellt werden – Hiervon sollte man unbedingt Nutzen machen, denn die Effekte sind im Kampf deutlich spürbar. Wir haben ansonsten größtenteils auf den Aufbau der Charakterfertigkeiten verzichtet und nur die normalen Kombos bis zum Maximum erweitert – Und wir kamen auch so gut klar!

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Und es ruckelt… Nicht!

Wir sind ja insbesondere von PS4-Spielen mittlerweile so Einiges gewohnt und umso erstaunter waren wir, dass Onechanbara Z2: Chaos hundertprozentig flüssig läuft! Vielleicht liegt’s auch daran, dass kaum Rechenleistung für die Darstellung irgendwelcher Bekleidung aufgewendet werden muss… Oder aber die Entwickler bei Tamsoft und D3 Publisher haben ordentliche Optimierungsarbeit geleistet.

Auch der optische Eindruck von Onechanbara Z2: Chaos ist insgesamt sehr zufriedenstellend. An einigen Stellen sieht das Spiel richtig gut aus, jedoch ist eine deutliche Divergenz zwischen den Spielumgebungen und den Effekten sowie Figuren erkennbar. Einige der Maps erreichen bezüglich der Darstellung höchstens PS3-Niveau, was so gesehen ein wenig enttäuschend ist.

Hin und wieder hatten wir mit kleinen Bugs zu kämpfen, hauptsächlich mit dem Problem, dass Gegner außerhalb der aktuellen Arenabegrenzung gespawnt sind. Dank Fernangriffsmöglichkeiten haben wir es immer irgendwie geschafft, diese Gegner trotzdem zu erledigen, aber hier war immer Millimeterarbeit notwendig – Das ist ärgerlich. Mitunter leistet sich die KI zwischendurch ohnehin mal Patzer und bleibt irgendwo hängen oder reagiert nicht.

Onechanbara Z2: Chaos ist übrigens nicht allzu umfangreich, aber dennoch durchaus ausreichend bestückt. Die Story wird euch ungefähr fünf Stunden beschäftigen – Danach gibt’s mehr Schwierigkeitsgrade und ihr könnt noch einige andere Modi ausprobieren. Besonders interessant sind die „Missionen“, die euch mit unterschiedlichen Bedingungen kämpfen lassen. Hier muss man aber Umständen erst mal rausfinden, was genau verlangt wird, da hier immer nur bestimmte Angriffe gewertet werden. Da wir, wie gesagt, von diesen Möglichkeiten eigentlich kaum Gebrauch gemacht haben, fiel uns dieser Modus gar nicht so leicht.

Fazit: Kurzweiliger Metzelspaß

Onechanbara Z2: Chaos ist ein absolut kurzweiliger Metzelspaß, der sich technisch und mechansich kaum Fehler erlaubt: Besonders positiv sticht die absolut flüssige Framerate auch beim größten Effektfeuerwerk hevor, auf der Contra-Seite stehen höchstens einige KI-Bugs. Dass mechanisch kaum Fehler vorhanden sind, liegt auch daran, dass es nur wenig Aufregendes zu melden gibt: Der klare Fokus des Spieles liegt auf dem Kämpfen, das sich hauptsächlich über Buttonsmashing erledigen lässt. Unter anderem durch die sehr unintuitiven Tutorials und Erklärungen macht man von weiteren Angriffsmöglichkeiten kaum Gebrauch. Ansonsten bleiben noch die vier coolen Protagonistinnen in knapper Bekleidung. Doch Vorsicht: Wer kein Blut sehen kann, sollte trotzdem die Finger von Onechanbara Z2: Chaos lassen!

Pro Contra
+ Effektgeladene Schlachten – Insgesamt spielmechanisch wenig Aufregendes
+ Absolut flüssige Darstellung – Schwankende grafische Qualität
+ Interessanter Missionsmodus – KI-Patzer und kleine Bugs
+ Prinzipiell komplexe Kampfmöglichkeiten – … die man de facto nicht benutzt
– Tutorials absolut nicht inuitiv

Technik: 67

  • Grafik: 70
  • Sound: 69
  • Gameplay: 64
  • Umfang: 70
  • KI: 61

Spielspaß: 77

Einzelspieler :

  • Story: Vom ewigen Konflikt zweier Schwesternpaare – Ganz okay, manchmal witzig, aber letztlich ja auch nur Mittel zum Zweck.
  • Wiederspielwert: Onechanbara Z2: Chaos hat keinen riesigen Umfang – Höhere Schwierigkeitsgrade und die Missionen können aber länger motivieren.
  • Design/Stil: Insgesamt ziemlich cool und gelungen. Technisch schwankend
  • Musik/Sound: Solide und mit guter englischer Synchro, aber auch keineswegs berauschend.

Informationen zum Testgerät
Plattform: PlayStation 4 500GB
Hardware: Standard, ohne ausgetauschte Hardware
Alter des Geräts zum Testzeitpunkt: 1 Jahr, 9 Monate (PS4 Launchkonsole)

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Manuel Eichhorn
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