Pacer in der Vorschau – Futuristischer Racer wie früher?

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Vor über fünf Jahren war R8 Games mit dem futuristischen Racer der Zukunft auf Kickstarter erfolgreich: Formula Fusion hieß das Spiel damals noch, das nun im September 2020 unter dem Namen Pacer erscheinen soll. Ich habe schon länger keinen richtig guten futuristischen Racer mehr gespielt. Ob Pacer das ändern kann, erfahrt ihr in der Preview zum Spiel.

Die Zukunft ist unberechenbar

Ich habe WipEout als Jugendlicher geliebt. Und ich weiß auch noch, wie viel ich dabei geflucht habe. Am Anfang schien immer alles unschaffbar, ständig das eigene Schiff zu explodieren, doch mit etwas Übung und Upgrades war plötzlich alles ganz einfach. Die Lernkurve von Spielen wie diesen ist üblicherweise recht steil, aber auch schnell überwunden – doch irgendwann kommt einfach das nächste Rennen, in dem man in Grund und oben gerauscht wird.

Das hier war ziemlich einfach.

Pacer scheint das zu übernehmen: Bei meinen ersten zwei, drei Rennen in der Demo hatte ich den Eindruck, nie ein Rennen gewinnen zu können, bis plötzlich alles ganz einfach war. Und blieb. Bis ich die Geschwindigkeitsklasse wechselte: Keine Chance. Doch es gibt irgendwie nur diese beiden Varianten in Pacer: Keine Chance oder haushoch gewinnen. Dazwischen? Ausgeglichene oder wirklich spannende Rennen habe ich nicht erlebt. Die Entwickler betonnen zwar, dass nahezu alles in Pacer bis zum Launch noch überarbeitet wird – inklusive der KI. Doch nach so langer Entwicklung und so kurz vor dem Launch hätte ich mir hier einen sichereren Auftritt gewünscht. Ich rechne so nämlich damit, dass uns ein Titel mit hohem Frustpotential ins Haus steht.

Dabei macht das Erlebnis auf der Strecke in Pacer nämlich eine wahnsinnig gute Figur: Das Streckendesign überzeugt mich, die Effekte und das Geschwindigkeitsgefühl sind der Wahnsinn und auch der Soundtrack hat mich gepackt. Auf Wettereffekte muss man zwar verzichten, doch die Strecken machen sowohl bei Tag als auch bei Nacht eine gute Figur und das Geschwindigkeitsgefühl ist einfach irre. Auch die Steuerung überzeugt – das Flair passt 100% und erinnert mich an die Futureracer meiner Jugend. Mit einer fairen KI kann das was ganz Großes werden.

Das Streckendesign gefällt mir.

Alles an Bord

Vier Strecken und diverse Spielmodi konnte ich in der Demo ausprobieren – die Modi bieten nichts Revolutionäres, eher bekannte Kost, die Strecken dagegen sind durchaus eine Empfehlung wert. Insgesamt sollen es 14 Strecken werden, was keine riesige Anzahl ist, aber in Ordnung geht, immerhin sind alle Strecken auch gespiegelt vorhanden.

In diesem Spielmodus helfen einem die Tore, möglichst lang am Leben zu bleiben.

Doch die bekannten Modi und der eher moderat klingende Umfang machen schon deutlich, dass Pacer das Rad nicht neu erfinden möchte, sondern nach demselben Ruhm längst vergangener Titel strebt. Ich denke, dass das Spiel alles Nötige dazu prinzipiell an Bord hat und hier und da auch noch etwas mehr bietet – zum Beispiel bei den umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten.

Die Menüs (die auch noch überarbeitet werden sollen) machen zwar nicht besonders viel Spaß, aber man darf die Gleiter umfangreich optisch anpassen und auch das Waffenarsenal individualisieren. Verschiedene Typen stehen sowohl bei der Motoren- als auch der Waffenkonfiguration zur Auswahl, um eher wendig, angriffslustig oder auf Verteidigung getrimmt zu sein – das macht Lust auf mehr und auch bei der Optik des Gleiters darf man sich austoben. Gefällt mir gut.

Einen weiteren Fokus verspricht Pacer auf seinen Onlinemodus, den ich aber nicht ausprobieren konnte. Die Kollegen von der Presse waren da offensichtlich nicht so gewillt, den Modus zu spielen, ich war aber auch etwas late to the party. Immerhin habe ich keine Mitspieler gefunden.

Es gibt umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten.

Fazit: Vorsichtiger Optimismus

Wunderbare Strecken, ein irres Geschwindigkeitsgefühl und ein toller Soundtrack: Wichtige Komponenten für einen gelungenen futuristischen Racer bringt Pacer mit. Vom Flair her erinnert mich das Spiel an die Hochzeiten von WipEout, was ich immer sehr genossen habe. Doch während der Umfang des Spieles nicht riesig zu werden scheint und vor allem die Modi nichts Revolutionäres mit sich bringen, macht mir vor allem die KI Sorgen: Es gibt “keine Chance” und “viel zu einfach” – und irgendwie nichts dazwischen bei den Rennen. Da muss das Team noch ganz dringend ansetzen, um ein auf der Strecke rundum überzeugendes Erlebnis zu liefern. Ich bleibe gespannt.

Pacer erscheint am 17. September 2020. Meine momentane Wertungstendenz geht in den Ende 60er bis Anfang 70er Bereich.

Offenlegung

Ein Previewkey zu Pacer wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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