Pacer (PC) im Test – Rasante Zukunft

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Was lange währt, wird endlich gut, darf man zumindest hoffen, denn Pacer hat nach seiner Kickstarter Kampagne als Formula Fusion im Jahr 2015 ganz schön lang auf sich warten lassen. In der Previewversion im August hatte mich das Spiel nur begrenzt überzeugt. Kann es die Vollversion besser machen? Die Review der PC Version verrät es.

Hauptsache schnell!

Ich war und bin ein großer Fan von dieser Art von Spiel – doch gefühlt gab es die letzten echten Highlights noch in der PS2 Ära: WipEout, Extreme G Racing und Co. sind bis heute einfach unerreicht. Pacer möchte genau da einhaken und bringt vor allem eins auf dem Bildschirm: Irre hohe Geschwindigkeiten und jede Menge Action. Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Waffen und Gleiter kommen dazu.

Rennen auf der niedrigsten Geschwindigkeitsstufe wirken am Anfang moderat schnell, doch im Vergleich zur Elite Klasse einfach nur noch behäbig. Die Action kann sich sehen lassen und mehr als bei anderen Genrevertretern habe ich den Eindruck, in Pacer wirklich “mein” Schiff steuern und ausrüsten zu dürfen: Verschiedene Waffensysteme dürfen freigeschaltet und ausgerüstet werden. Doch was am Anfang noch sehr aufwändig wirkt, bleibt später doch eher oberflächlich, denn bald gibt es fertige Konfigurationen, die im Grunde schon nützliche Waffen abdecken. Dennoch: Linkes und rechtes Waffensystem wird einzeln ausgerüstet und man hat somit immer die Wahl, was man einsetzen möchte. Cooles Feature!

Das Geschwindigkeitsgefühl ist jedenfalls irre und auch die Kurse machen eine gute Figur: Sie sind schön abwechslungsreich und vermitteln ein stimmiges Bild der Zukunft, in der Pacer zweifelsohne angesiedelt ist. Die Kurse sind optisch sehr abwechslungsreich und auch spielerisch durchaus etwas unterschiedlich, wenngleich große Überraschungen ausblieben und die Strecken nicht wirklich dynamisch sind. Sie überzeugen mich aber so, wie sie sind und können auch gespiegelt und bei Tag und bei Nacht gefahren werden. Außerdem gibt es verschiedene Spielmodi, die zwar allesamt gut aus anderen Titeln bekannt sind, aber dennoch genug Abwechslung ins Gameplay bringen: Da wird mal der letzte eliminiert, mal darf man sich nicht aus dem Auge des Sturms hinaus bewegen oder es steht nur ein bestimmtes Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem Gegner abgeschossen werden müssen.

Die Strecken machen optisch Einiges her.

Zukunft ohne Vision

Was mein größer Kritikpunkt an Pacer während der Previewphase war: Die KI. Sie verhielt sich einfach unberechenbar und viele Rennen waren zu einfach, während andere zu schwer waren. Die gute Nachricht: Pacer ist nun, insbesondere in der Karriere, deutlich fairer. Vor allem auf den höheren Geschwindigkeitsstufen wird es zwar dennoch schwierig und der Frust bleibt nicht aus, aber: Zumindest der Einstieg ist gut schaffbar und man wird in Pacer nicht mehr von solch unfairen Schwankungen der Schwierigkeit geplagt.

Dennoch löst vor allem die Karriere, eigentlich das Herzstück des Spieles, keine große Begeisterung aus: Die Struktur ist eher verwirrend, die Aufmachung uninspiriert. Ich las letztens einmal in Zusammenhang mit einem anderen Spiel das Wort “bocklos” und das trifft auf Pacer wirklich ganz gut zu. Das liegt gar nicht so sehr an den Events oder einzelnen Karriereideen: Sogar Sponsoren sind vorhanden und die einzelnen Events erzählen immer mal kleine Geschichten. Doch vor allem die Aufmachung ist einfach sehr trocken und beinahe langweilig.

Die Karriere hat durchaus Einiges an Vielfalt. Mit den Teams identifizieren fällt aber schwer.

Generell ist das UI keine Stärke des Spieles: Das Interface während der Rennen verlangt von einem während der Rennen für die nötigen Infos viel längeres Hinschauen, als es die Geschwindigkeit erlauben würde. Bei der Previewversion hieß es noch, die Menüs sollten nochmal überarbeitet werden. Irgendwie sind sie jetzt zwar etwas anders, besser aber keinesfalls. Dafür scheint noch Arbeit in die KI geflossen zu sein. Immerhin, denn das war wichtiger.

Technisch macht Pacer ansonsten eine gute Figur und spielt sich auch auf mäßig schwachen Rechnern problemlos, auf meinem Shadow Boost macht es richtig Spaß. Das ist meines Erachtens wirklich erfreulich so. Der Soundtrack macht dagegen Einiges her: Die Soundeffekte lassen es richtig krachen und die Musikuntermalung passt auch ganz gut zum Geschehen.

Eine Notiz noch: Online konnte ich Pacer nicht ausprobieren, denn da scheint zumindest die PC Version seit einigen Tagen nicht mehr gespielt zu werden, zumindest brachte die Lobbysuche kein Ergebnis.

Fazit: Futuristischer Racer für den Moment

Pacer ist ein besseres Spiel geworden, als ich erwartet habe: Die KI wurde seit der Vorschauversion überarbeitet und ermöglicht nun einen fairen Einstieg in die Kampagne. Auf Dauer wird Pacer zwar nicht nur irre schnell, sondern auch weiterhin ziemlich schwer, bleibt dabei aber fair. Der Mix aus Rennen, verschiedenen Spielmodi und anpassbaren Waffen und Gleitern macht dabei Spaß und steigert die Motivation, die Präsentation und Aufmachung von Karriere und Spielgeschehen hinken aber deutlich zurück: Die Karriere ist nicht besonders ansprechend, das UI unübersichtlich. Mit seinen Strecken und der Soundkulisse macht Pacer Einiges her, doch es fehlt das gewisse Etwas, um wirklich für Visionen für die Zukunft zu sorgen.

ProContra
+ Irre schnell– Langweile Inszenierung des Karrieremodus
+ Gelungene Strecken– Hin und wieder frustrierend
+ Recht abwechslungsreiche Events– Unübersichtliches UI
+ Guter Umfang– Motiviert trotz Vielfalt nicht mega viel
+ Großartige Soundkulisse

Technik: 81
Grafik: 85
Sound: 90
Umfang: 85
Gameplay: 70
KI: 75

Spielspaß: 72

  • Story: Die eine oder andere kleine Geschichte ist dabei – aber natürlich braucht man von Pacer keine epische Geschichte zu erwarten.
  • Nachhaltigkeitswert: Pacer wird eine Weile beschäftigen, aber für mich ist es leider kein Dauerbrenner, dafür fehlt vor allem die Motivation im Karrieremodus.
  • Frustpotential: Ab und zu vorhanden, aber Pacer bleibt fair..
  • Design/Stil: Insgesamt gelungen.
  • Musik und Sound: Macht Einiges her.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Angesichts des Umfangs gehen 39,99€ durchaus in Ordnung.

Offenlegung & Unterstützung

Ein Reviewkey zu Pacer wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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