Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville (Switch) im Test

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Auf PC, PS4 und Xbox One toben diese Schlachten schon länger: Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville ist bereits im Oktober 2019 für diese Plattformen erschienen. Vergangene Woche schoben EA und PopCap die Nintendo Switch Version nach. Ich habe sie mir angesehen und verrate euch in der Review, wie sich der mittlerweile dritte Sprössling der Garden Warfare Reihe auf der Switch schlägt.

Die Schlacht kann starten

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville wirkt immer mal etwas überladen und lädt vor allem mit seiner etwas verwirrenden Menüstruktur nicht unbedingt zum schnellen Zurechtfinden ein: Eigentlich gibt es den Schwindelpark als Hub für alle Aktivitäten, doch beim Spielstart landet man zunächst noch einmal in einem Menü, in dem man direkt in einen Spielmodus starten kann. Das ergibt schon Sinn, wenn man ohnehin direkt in die Gefechte starten will – doch irgendwie wäre ich doch lieber mit weniger Ladezeiten noch direkter ins Geschehen gestartet.

Na gut, das mit den Ladezeiten liegt wohl in erster Linie an der Switch. Außerdem darf man in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville auch noch auswählen, ob man offline spielen will, was vor allem für Runden unterwegs dann doch praktisch ist – dafür kann man auch komplette Schlachten mit KI Figuren spielen. Ein praktische Funktion, von der ich keinen Gebraucht gemacht habe.

Das Herzstück von Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville sind definitiv die Multiplayerschlachten in verschiedenen Ausprägungen: Team-Deathmatch, PvP Modi mit Eroberungen und auch PvE Missionen mit Wellen aus KI Gegnern stehen da zur Verfügung. Ein vielfältiges Angebot, das vor allem hin und wieder mit seinen langen Schlachten überrascht. Vor allem solche, in denen man eine Fracht begleiten muss, gehen teilweise überraschend lang, entfalten aber auch eine gute Dynamik, sodass es nicht langweilig wird.

Auf dem Bildschirm ist oft gut was los.

Mehr als nur Lootboxen

Ich habe in den letzten Tagen zwei Multiplayerspiele sehr intensiv auf der Nintendo Switch gespielt: Overwatch und eben Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville. Es war ganz spannend, die Unterschiede zu sehen, und vielleicht auch Gemeinsamkeiten. Einige Spielmodi und sogar Figuren ähneln sich da schon ziemlich verdächtig – doch darüber hinaus wirkt Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville von der Spielstruktur her wie das, was Overwatch einmal werden will. Nur wie eine sehr überladene Version davon.

An dieser Stelle soll der Vergleich auch schon vorbei sein, denn er ist nicht zielführend. Aber: Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville bietet jede Menge, denn es gibt auch nicht nur die reinen Mehrspieler:innenevents, sondern auch vier Welten, zwei für die Zombies, zwei für die Pflanzen, die man allein angehen kann, oder aber Freund:innen zum Koop einlädt. Das ist eine nette Abwechslung, macht dich mit den Spielelementen vertraut und bringt einige Grundlagen zum Freischalten mit.

Und so geht es dann auch weiter: Jede Figur in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville kann gelevelt werden, mit jede Menge Extras ausgestattet werden und neue optische Items erhalten. Doch das ist nicht alles: Es gibt auch Upgrades, die die Leistung verändern, Boni bieten oder Waffen verändern. In Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville gehen Anpassungen für die Figur weit übers Optische hinaus.

Hauptsache Chaos, Hauptsache Spaß

Das Balancing in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville macht dennoch einen guten Eindruck – doch es spielt auch keine übergeordnete Rolle. Die Schlachten sind ohnehin eher aufs Spaß haben ausgelegt und es können pro Team auch beliebige Figuren unabhängig von einer nötigen Besetzung gewählt werden. In manchen Konstellationen hat man klare Vor- oder Nachteile, doch in all den Schlachten, die ich in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville gespielt habe, waren keine solch unfairen dabei, die ich manchmal in Overwatch erlebe (trotz klarer Regeln!). Und das war jetzt wirklich der Vergleich zwischen den beiden.

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville macht wirklich viel Spaß, nur den Überblick über all die Herausforderungen, Währungen und Extras zu behalten, ist wirklich nicht so leicht. Am Ende wirkt das Spiel dadurch auch beinahe größer, als es am Ende wirklich ist. Dennoch gibt es viel zu tun und die Entwicklung der Figuren finde ich einen spannenden Aspekt, der mir viel Spaß macht. Durch die Beförderung und das Freischalten neuer Extras erhält man nicht nur Belohnungen, sondern ein kleiner taktischer Aspekt kommt auch noch ins Spiel.

Solide Umsetzung

Die große Preisfrage: Wie gut ist die technische Umsetzung von Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville auf die Nintendo Switch? Die gute Nachricht: Es spielt sich fast durchweg flüssig. Dennoch habe ich keinen Zweifel daran, dass es auf der PS4 und der Xbox One eine deutlich bessere Figur macht. Dort sind die Texturen sicherlich schärfer, laden weniger offensichtlich nach und die Ladezeiten sind hoffentlich deutlich kürzer.

Kamerafahrten zum Beginn und Ende von Schlachten ruckeln auf der Switch in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville zudem ziemlich übel – schade eigentlich, da das restliche Spiel recht flüssig läuft. Ich kann ansonsten nicht sagen, dass mir TV- oder Handheldmodus hier besser gefallen haben, doch im Handheldmodus war ich vom geringen Akkuverbrauch des Spieles überrascht, was trotz recht lauten Pustens meiner Launch Switch für eine gute Optimierung spricht.

Was ich unabhängig von der Switch Umsetzung vermisst habe: Einen etwas knackigeren Soundtrack. Die Soundeffekte sind zwar in Ordnung, aber Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville ist eins der wenigen Spiele, in denen mir aktiv auffällt, dass der Soundtrack irgendwie leer und lieblos wirkt. Es fehlt an Effekten und Musikuntermalung, die Stimmung reinbringt!

Die Netzwerkverbindung war während meines Tests stets stabil.

Besondere Dinge gibt’s für genügend Kleingeld.

Fazit: Spaßige Schlachten

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville ist ein überraschender Spaßgarant für mich – na ja, so überraschend ist das gar nicht, denn ich hatte auch schon mit Garden Warfare 2 jede Menge Spaß. Doch Schlacht um Neighborville unterhält mich mit all seinen Modi gut und überzeugt mich auch größtenteils mit seiner Switch Umsetzung, obwohl die eine oder andere Kamerafahrt wirklich doll ruckelt und manche Texturen sehr unscharf sind. Hin und wieder wirkt das Spiel mit all seinen Upgrades, Herausforderungen und Währungen allerdings etwas überladen – während der Soundtrack echte Highlights vermissen lässt. Spielspaß schreibt Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville mit genügend Abwechslung aber recht groß – und so soll es ja auch sein.

ProContra
+ Spaßige Schlachten– Flacher Soundtrack
+ Motivierende Entwicklung der Figuren– Etwas überladen mit Upgrades
+ Genügend Abwechslung– Ruckelige Kamerafahrten
+ Viel zum Freischalten– Nicht alle Elemente stimmig erklärt
+ Größtenteils solide Umsetzung

Technik: 78

  • Grafik: 75
  • Sound: 58
  • Gameplay: 84
  • Umfang: 90
  • KI: 82

Spielspaß: 86

  • Story: Die Pflanzen und die Zombies stehen im Konflikt – mit einzelnen Geschichten erzählt Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville das auch ganz humorvoll.
  • Nachhaltigkeitswert: Hoch – es gibt viel zu tun und die Multiplayerschlachten laufen immer anders ab. Mal sehen, wie es mit künftigen Updates und Events aussieht.
  • Design/Stil: Gelungen, die Maps überzeugen. Technisch auf der Switch leichte Abstriche.
  • Musik und Sound: Etwas flach.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Die 39,99€ UVP sind angemessen.

Offenlegung

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Manuel Eichhorn
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