Sind kürzere Spiele die Zukunft der Branche?

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gamesindustry hat aktuell ein sehr interessantes Interview mit Shawn Layden veröffentlicht. Layden war 25 Jahre bei Sony tätig und hat zuletzt die Worldwide Studios geleitet – mit The Last of Us Part II ist zuletzt ein Titel erschienen, der zu großen Teilen noch unter seiner Führung entstanden ist. Und genau dieses Spiel ist auch ein gutes Beispiel für das Thema: Es hat lang gebraucht es zu entwickeln. Kann die Gamingbranche in Zukunft so weiter machen wie bisher, wenn sie profitabel bleiben will?

In den letzten Jahren hat sich in der Gamingbranche Einiges verändert: Spiele wurden größer, fast alle bieten eine offene Welt und vor allem viele Spielstunden. Assassin’s Creed Odyssey hat 2018 eine beeindruckend große Spielwelt vorgelegt, doch Spiele wie dieses sind viel mehr die Regel geworden – und selbst storybasierte, eher lineare Spiele wie The Last of Us Part II sind wesentlich größer geworden. Die Spielzeit ist bis zu doppelt so lang wie im Vorgänger.

Doch damit einher gehen zwei Probleme: Die Entwicklungszeit für Spiele wird immer länger und das Budget schießt in die Höhe. Layden selbst erinnert sich noch an die Zeiten, in denen die größten Spiele eine Million Dollar gekostet haben – mit jeder Generation von Konsolen haben sich diese Kosten verdoppelt, wenn nicht sogar mehr. Für The Last of Us oder seinen Nachfolger wird Sony zwar keine Kosten nennen, doch die größten Spiele dieser Generation haben bereits 80 bis 150 Millionen Dollar gekostet – und da sind noch nicht mal Marketingkosten inkludiert.

Laydens Theorie und Wunsch: Spiele mit einem Umfang von 10 bis 15 Stunden sollten wieder beliebter im AAA-Bereich werden. Nicht nur könnten wir so wieder mehr Spiele spielen und abschließen, sondern der Industrie würde das auch helfen, wieder nachhaltiger und profitabler zu arbeiten.

Persönlich denke ich, dass das ein guter Weg ist. Zwischen 10 und 20 Stunden ist eine super Spielzeit. Nicht jedes Spiel braucht eine riesige offene Welt und 50 oder mehr Spielstunden – und viele Spiele werden ja auch tatsächlich von der Masse gar nicht mehr durchgespielt.

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Manuel Eichhorn
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Beatrice Vogt

Ich denke, dass es stark auf das Spiel ankommen sollte. Wenn ein Spiel abwechslungsreich ist und immer wieder etwas Anderes bietet, sollten mehr Stunden in Ordnung sein. Ich denke hier vor allem an Spiele wie The Witcher 3 oder Persona 5, die mit hunderten von Spielstunden kommen, die jedoch auch immer wieder was anderes bieten. Spiele, die jedoch eher linear sind, vor allem im Hinblick auf das Gameplay, sollten dabei eher entweder eine generelle kürzere Spielzeit bieten oder vielleicht sogar in Episoden erscheinen. Vielleicht hätte das auch einem The Last of Us gut getan, in Episoden zu erscheinen. Vielleicht dann… Weiterlesen »