Spike Chunsoft – Zwischen Danganronpa und Pokémon

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Um die europäischen Fans japanischer Videospiele zufriedenstellen zu können, bedarf es häufig einigen interessanten Geschichten. Der japanische Entwickler Spike Chunsoft, der seinen Sitz in Tokio hat und 2012 gegründet wurde, beispielsweise hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Ähnlich wie bei Square Enix ist auch Spike Chunsoft eine Kombination aus zwei anderen japanischen Entwicklern.

Das Entwicklerstudio Spike wurde im Jahre 1991 gegründet und arbeitete an Spielen, die zur Serie DragonBall gehörten. Nur wenige dieser Spiele erschienen auch bei uns in Europa. Schon im Jahr 2010 legte deswegen das Unternehmen Spike den Grundstein für die schräge, abgefahrene und doch geniale Spielreihe Danganronpa, da im Jahr 2010 Danganronpa: Trigger Happy Havoc in Japan für die PlayStation Portable erschien. Spike selbst fungierte in Japan auch als Publisher für viele Spiele wie beispielsweise BioShock. Zwei Jahre später fusionierte Spike dann mit Chunsoft zu Spike Chunsoft.

Während sich Spike eher auf actionlastigere Spiele spezialisierte, konzentrierte sich Chunsoft, das im Jahr 1984 gegründet wurde, eher auf Visual Novels und Rollenspiele. Unter anderem schuf das Unternehmen Titel der Reihen Pokemon Mystery DungeonShiren the Wanderer sowie einige Spiele von Dragon Quest. Viele Spiele des japanischen Entwicklers schafften es jedoch nicht zu uns. Unter anderem versuchte Chunsoft sich an einem JRPG für die Xbox 360, das jedoch nur in Japan erschien und demnach nicht sonderlich fruchtete.

2012 wurde beschlossen, die beiden Entwickler zusammen zu führen, um große Reihen miteinander noch besser gestalten zu können. Seitdem Spike Chunsoft gegründet wurde, wurden diese Reihen fortgesetzt, sodass sich beispielsweise die Danganronpa-Videospielreihe über einige weitere Ableger freuen durfte, die in Europa erschienen, ebenso wie die Mystery Dungeon-Reihe. Ob die Fusion den beiden Unternehmen gut getan hat, kann man immerhin anhand der neu erschienen Spiele ersehen, da sich das Unternehmen doch einige neue Titel sicherte, die auch fast ausnahmslos nach Europa und Nordamerika kamen. Spezialisiert hat sich das Unternehmen im Großen und Ganzen auf Handhelds und Konsolen von Sony, aber auch Nintendos 3DS und Wii U gehen nicht leer aus – auf der Xbox 360 hat man sich nicht weiter versucht.

Übrigens unternahm Spike Chunsoft auch die Lokalisierung einiger westlicher Spiele für den japanischen Raum und half so unter anderem mit, dass The Witcher 2: Assassins of KingsSaints Row 3 oder Hotline Miami seinen verständlichen Weg nach Japan fanden. Mittlerweile hat man sich übrigens von strikten Genre-Trennungen losgesagt und kombiniert in vielen Spielen verschiedene Elemente miteinander wie beispielsweise in Danganronpa: Another Episode: Ultra Despair Girls Visual Novels mit Shooter und Puzzle, um den Spielern umfassendere Spielerlebnisse liefern zu können.

Im Jahr 2017 etablierte man in Long Beach, Kalifornien, ein Tochterunternehmen, um vor allem die Lokalisierungen von Partnerunternehmen zu übernehmen und auf diese Weise eine helfende Hand zu sein.

Wir wünschen Spike Chunsoft auch weiterhin viele gute Ideen und sensationelle Spiele und freuen uns natürlich auf weitere Entwicklungen der Company.

Zu den Inhalten, die Spike Chunsoft beinhalten.

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Beatrice Vogt
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