The Pathless (PS4/PS5) im Test – Einmal Jägerin sein

5
(1)

Eine mystische Insel, Bogenschießen, ein Adler, eine Jägerin und so gut wie keine Gefahren. The Pathless sprach mich die ganze Zeit schon an und interessierte mich. Grund genug, dass Spiel aus dem Hause Giant Squid, die auch abzû ins Leben riefen, für euch sowohl auf der PlayStation 4 als auch auf der PlayStation 5 zu testen.

Da es sich quasi um zwei Tests in einem handelt, wird es jeweils gesonderte Abschnitte zu den verschiedenen Plattformen geben, ebenso wie zwei verschiedene Wertungen am Ende der Review.

Willkommen in der Finsternis

Ich habe mich zuvor wenig mit der Story zur The Pathless beschäftigt, weil ich mich nicht unbedingt beeinflussen lassen wollte. So kannte ich nur die Schlagworte aus meiner Einleitung, als ich mich zu einem Kauf entschied.

Ich spiele in The Pathless die letzte Jägerin, die in der Lage ist, die Dunkelheit in die Schranken zu weisen. Aus diesem Grund werde ich auf eine mystische Insel geschickt, deren Gottheiten von einem bösen Geist befallen werden und die dadurch die Insel in die Finsternis stürzen.

Doch, was nun gefährlich klingt, ist an sich gar nicht so schlimm, denn es gibt so gut wie keine Gefahren auf der Insel. Natürlich stellen die finsteren Gottheiten ein paar Herausforderungen dar, doch wirklich passieren kann mir nichts. Treffe ich auf eine der Gottheiten, jagt sie mich in einem roten Nebel, doch sterben kann ich dadurch nicht, auch wenn sie mich erwischt. Zudem gibt es auch keinen Zeitdruck, ich muss zu keiner Zeit im Spiel beeilen und habe viele Chancen, um mein Glück gegen die Gottheiten zu versuchen.

Ich habe The Pathless auf der PlayStation 4 begonnen und mich ein wenig geärgert, dass ich meinen Spielstand nicht auf die PS5 mitnehmen konnte. Beachtet hierbei: Spielt ihr die PS4 Version auf der PS5, könnt ihr euren Spielstand weiter nutzen. Wechselt ihr jedoch auf die PS5 Version, so fangt ihr von vorne an. Ich fand das ein bisschen schade, da ich nun auch zwei Trophäenlisten in meinem Profil habe.

Mein Freund, der Adler

Ich habe mich die ganze Zeit beim Spielen gewundert, wann der Adler zu meinem Begleiter wird, denn in den Videos zum Spiel war dieser stets dabei. Tatsächlich bekommt man ihn erst, wenn man den ersten Abschnitt der Insel befreit und somit die Adlermutter von der Dunkelheit erlöst hat. Sie gibt ihn als Schutzpatreon mit, damit ich eine Chance gegen die anderen Gottheiten habe. Ein sehr netter und nützlicher Begleiter.

Ich liebe die verschiedenen Animationen, die der Adler macht: Wenn er neben einem herhüpft und wenn er direkt auf dem Kopf sitzt, während man einen Fluss hinabtreibt. Es gibt so viele Momente, in denen ich wirklich merke, dass der Adler mein Freund geworden ist.

Ich kann ihn sogar streicheln. Das hat zwar nur den Zweck, dass ich Begegnungen mit der Finsternis wegwischen kann, dennoch gefällt mir auch das. Vor allem streichle ich den Adler, in dem ich mit dem linken Stick über seinen Körper wiche, eine vollkommen natürliche Bewegung für mich, die hervorragend umgesetzt wurde.

Natürlich brauche ich den Adler aber auch, um in The Pathless voranzukommen. So fliegt er mich über Abgründe oder steigt mit mir gen Himmel. Er unterstützt mich bei den Bosskämpfen und löst mir mir Rätsel, in dem er schwere Objekte durch die Gegend zieht, damit ich zum Ziel komme. Er ist wirklich nützlich, mein Freund, der Adler. Auch wenn seine KI manchmal ein bisschen seltsam ist, besonders dann, wenn er Objekte für mich durch die Gegend tragen soll, aber das lässt sich verschmerzen.

Ich bin eine Jägerin

Ich wusste zuvor, dass ich eine Jägerin bin, ausgestattet mit Pfeil und Bogen, doch ich wusste nicht, wie gut sich das anfühlen wird. Überall auf der Insel verstreut, finden sich Ziele, die mir beim Sprinten oder Fliegen einen Antrieb verschaffen, und die auch meinen Sprint aufladen. Ziemlich nützliche Dinger. Sie unterstützen mich zudem im Kampf gegen die dunklen Gottheiten und sind wichtige Elemente bei vielen Rätseln.

Die Rätsel sind in den meisten Fällen sehr einfach, was es für mich gut zum Spielen macht, denn ich mag keine Spiele, bei denen ich eine halbe Ewigkeit puzzlen muss, bevor ich weiterkomme.

Doch ich bin nicht nur eine Jägerin, die nach Zielen jagt, sondern auch nach Informationen. Überall finden sich Seelen verstorbener Krieger und Bewohner der Insel. Viele haben wissenswerte Happen für mich, die die Gesellschaft, die Insel und die Welt erklären. Etwas, das mich persönlich sehr anstachelt, alles zu untersuchen.

Weniger schön finde ich die Zwischenfälle, die mit den Gottheiten auf den einzelnen Plateaus passieren. Oft habe ich hierbei gar keine Chance, ihnen wirklich auszuweichen, und werde schneller gesehen und angegriffen als mir lieb ist. Das ist schade und schmälert noch mehr den Spaß daran, mich überhaupt zu einem Gefecht einzulassen.

Die technische Umsetzung

Im Grunde spielt sich The Pathless auf der PlayStation 4 recht rund. Die Steuerung funktioniert flüssig, lediglich die Framerate bricht manchmal ziemlich stark ein, sodass es manchmal zu sehr starken Rucklern kommt. Glücklicherweise hatte ich das nie während eines Bosskampfes, sondern spannenderweise immer nur während verschiedener Rätsel.

Erst als ich zur PS5 gewechselt bin, fielen mir Unterschiede auf. Auf der PS4 ist The Pathless schon relativ schwammig, während die PS5 Version deutlich schärfer und mit viel mehr Details daherkommt. Beide Versionen werden jedoch von kleineren Clippingfehlern heimgesucht, die vor allem dann auffallen, wenn man den Adler streichelt und die Finger in der Brust des Vogels verschwindne.

Die Umgewöhnung auf den DualSense Controller auf der PS5 war erst ein bisschen seltsam und manchmal wirkt sie teilweise unpräzise. Vermutlich jedoch nur, weil ich mich bereits an den PS4 Controller und die Steuerung in The Pathless gewöhnt habe. Dennoch lässt sich für beide Versionen sagen, dass es ein Spiel mit Suchtpotential hat.

Fazit: Ich möchte weiterhin jagen

Mein Fazit zu The Pathless lässt sich relativ schnell finden: Ich mag das Spiel und es gibt mir auf beiden Konsolen genügend zu tun. The Pathless schickt mich als letzte Jägerin auf eine mystische Insel, dort soll ich die von der Dunkelheit befallenen Gottheiten läutern und Frieden bringen. Und genau das bringt mir The Pathless, wenn ich es spiele. Ich fühle mich vollkommen frei, alles ist ungezwungen, ich bin meine eigene Zeitmeisterin.

Schade ist, dass nicht immer alles technisch rund läuft beim Spiel, allerdings kann man sagen, dass es auf der PlayStation 5 ein wenig runder und ruckelfreier läuft als auf der PlayStation 5. Doch ich würde kaum einen Abstrich machen: Trotz kleiner, technischer Mängel ist The Pathless eine Empfehlung wert und für mich dieses Jahr bisher das beste Spiel, das ich auf der PlayStation 5 gespielt habe.

ProContra
+ Detailiertere Darstellung (PS5)– Steuerung nicht ganz präzise (PS5)
+ Genialer Soundtrack– Einbrüche der Framerate (PS4)
+ Recht einfache Rätsel– Zum Teil clippende Animationen
+ Unterstützender Adler als Begleiter– Adler-KI nicht immer gut abgestimmt
+ Kein Zeitdruck– “Encounter” sind häufig chancenlos
+ Interessante Geschichte, die sich nebenbei erzählt
+ Sehr viel zu entdecken

PS4 Version

Technik: 83
Grafik: 82
Sound: 93
Umfang: 84
Gameplay: 84
KI: 71

Spielspaß: 87
Story: Als Jägerin komme ich auf einer mystischen Insel an und läutere Gottheiten, die von der Dunkelheit besessen sind.
Frustfaktor: Kaum vorhanden, höchstens bei den Kämpfen gegen die Gottheiten.
Nachhaltigkeitswert: Hoffentlich bleibt es lange im Gedächtnis.
Design/Stil: Schöner Stil, allerdings wird die Schönheit durch einbrechende Framerates getrübt.
Musik und Sound: Ein hervorragender Soundtrack!
Preis-Leistungs-Verhältnis: 34,99 € könnten viel wirken, allerdings erhält man, wenn man alles erkundet und finden möchte, locker zwischen zehn und 15 Spielstunden.

PS5 Version

Technik: 84
Grafik: 90
Sound: 93
Umfang: 84
Gameplay: 80
KI: 71

Spielspaß: 90
Story: Als Jägerin komme ich auf einer mystischen Insel an und läutere Gottheiten, die von der Dunkelheit besessen sind.
Frustfaktor: Kaum vorhanden, höchstens bei den Kämpfen gegen die Gottheiten.
Nachhaltigkeitswert: Hoffentlich bleibt es lange im Gedächtnis.
Design/Stil: Ein schöner Stil, der noch schöner wird, wenn man die Gottheiten läutert.
Musik und Sound: Ein hervorragender Soundtrack!
Preis-Leistungs-Verhältnis: 34,99 € könnten viel wirken, allerdings erhält man, wenn man alles erkundet und finden möchte, locker zwischen zehn und 15 Spielstunden.

Offenlegung

Wir haben uns The Pathless für PlayStation 4 und PlayStation 5 selbst gekauft.

Wie gut hat dir der Beitrag gefallen?

Durchschnittsdaumen: 5 / 5. Bisher abgegebene Daumen: 1

Bis jetzt gibt es noch keine Daumen! Sei der erste, der einen abgibt.

Du findest uns nützlich?

Dann folge uns doch in den sozialen Netzwerken!

Erzähl anderen von diesem Beitrag
Beatrice Vogt
Neugierig?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen