UMIDIGI X – Neues Smartphone zum Kampfpreis offiziell vorgestellt

UMIDIGI hat heute wie erwartet das Modell X vorgestellt, das man als “In-screen Fingerprint Value King” bewirbt. Tatsächlich ist das auch Einiges dran, denn es dürfte sich um eines der günstigen Smartphones mit Fingerabdruckscanner unter dem Display handeln. Auch optisch macht das Gerät Einiges her – technisch bleibt es ansonsten etwas hinter den Erwartungen zurück.

Das UMIDIGI X konzentriert sich auf genau das, was vorher schon “geleakt” wurde – die Highlights sind das OLED Display, der Fingerabdruckleser und vielleicht die Kamera, zumindest, wenn UMIDIGI hier bei der Software ordentliche Arbeit geleistet hat. Von der Leistung her bleibt allerdings das UMIDIGI S3 Pro dank Helio P70 und 6GB RAM allerdings immer noch das Flaggschiff des Unternehmens. Hier ist das X nicht ganz so gut ausgestattet.

Technische Daten des UMIDIGI X

  • 6,35″ OLED Display mit integriertem Fingerabdruckleser
  • MediaTek Helio P60 Prozessor
  • 4GB RAM
  • 128 GB ROM
  • 4.150 mAh Akku mit 18-Watt-FastCharge
  • NFC
  • Triple Kamera: 48 MP + 8 MP Weitwinkel + 5 MP Tiefe. Hauptsensor ist der Samsung GM1.
  • Kopfhöreranschluss
  • Android 9 Pie
  • Dualband WiFI, Bluetooth 4.2
  • Abmessungen: Höhe: 158,6 mm, Breite: 75,6 mm, Dicke: 8,1 mm.
  • Gewicht: 202 Gramm.

Das UMIDIGI X in Breathing Crystal. Es kommt auch in “Flame Black”.

Bei der Kamera greift man diesmal wie beim F1 Play auf den preisgünstigeren Sensor von Samsung zurück und nicht auf den Flaggschiff Sensor IMX586 von Sony, der im S3 Pro zum Einsatz kommt. Mit der passenden Optimierung dürften hier aber vielleicht dennoch bessere Fotos zustande kommen – mal sehen.

Das Highlight dürfte durchaus das OLED Display in der Preisklasse sein, UMIDIGI spricht von einem “custom built” Display, und in der Regel hat man sehr gute Displays. Beim Fingerabdruckleser will man einen optischen Sensor der neusten Generation verbaut haben – ob der an richtig gute gewöhnliche Sensoren heranreichen kann, sei aber mal dahingestellt.

Wie üblich unterstützt das UMIDIGI X alle weltweit nötigen Frequenzbänder und lässt sich somit auch in Deutschland problemlos bei allen Netzbetreibern im LTE Netz einsetzen. 5G hat es natürlich nicht.

Optisch hat das UMIDIGI X erst einmal echtes Flaggschiff Potential – die Kombination aus Helio P60 und 4GB RAM ist jetzt aber Ende 2019 nicht mehr wirklich hitverdächtig. Ausgehend vom F1 (Play) dürfte es zwar dennoch gut optimiert sein, aber auch die 1.000 mAh weniger Akku machen deutlich, dass man an der Leistung diesmal eben gespart hat, um das Smartphone mit den anderen Highlightfeatures besonders günstig zu machen.

Preis und Start des UMIDIGI X

Aktuell wird das UMIDIGI X für 249,99$ online gelistet, der Hersteller hat aber schon verraten, dass dies nicht der Preis zum Launch sein wird. Dieser soll deutlich günstiger und eine “große Überraschung” sein. Vermutlich launcht das Gerät also für gut 200 € – trotz allem ein wirklich guter Preis.

Das UMIDIGI X startet am 26. August in den weltweiten Vorverkauf, zusammen mit den UPods, den ersten True Wireless Kopfhörern des Unternehmens, mit denen man eine Spielzeit von 24 Stunden verspricht. Hier wirbt man übrigens wieder mit Bluetooth 5.0, obwohl man immer noch kein Handy im Sortiment hat, das das kann.

Bekommt das UMIDIGI X eine Empfehlung?

Es fällt mir um ehrlich zu sein etwas schwer, das UMIDIGI X zu empfehlen. Es ist keine Frage ein attraktives Telefon, und wenn man die Kamera gut optimiert hat, sicher auch ein ordentliches Gesamtpaket. UMIDIGI präsentiert das Telefon aber sehr kurz vor den anderen Herbstmodellen und zudem vor dem Launch von Android Q – so, wie ich die Updatepolitik des Herstellers einschätze, bekommt das UMIDIGI X ziemlich wahrscheinlich kein Update auf diese Version.

Auch bei einem Preis von rund 200 Euro ist es daher keine eindeutige Empfehlung. Alles steht und fällt nämlich auch damit, wie gut der Fingerabdruckleser ist. Da selbst die großen Hersteller damit noch Probleme haben, könnte UMIDIGI kaum besser fahren. Durch mehr Leistung und einen größeren Akku bei höherer Energieeffizienz ist daher immer noch das S3 Pro die größere Empfehlung wert – zu unserem Testbericht. Das Einzige, worauf man da wirklich verzichten muss, ist die Weitwinkelkamera und das OLED Display, wobei auch das IPS Display des S3 Pro wirklich nicht schlecht ist.

Der nächste Smartphonetrend – 64 Megapixel Kameras – ist gerade im Landeanflug und es dürfte nicht lang dauern, bis UMIDIGI auch hier mitmischt. Vielleicht ist es da spannender, auf dieses Gerät zu warten und zu hoffen, dass es sich dabei wieder um ein quasi-Flaggschiff wie das S3 Pro handelt, dass ziemlich sicher Anfang 2020 auf den Markt kommt.

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