Zombie Vikings (PS4) im Test – Einmal Weltrettung mit untoten Wikingern, bitte

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Zoink! Games hat es wieder einmal getan und bringt mit Zombie Vikings einen schrägen Titel, der vor allem mit mehreren Spielern viel Spaß macht. Wir haben einen Blick auf die untoten Wikingerkrieger geworfen, die heraufbeschworen wurden, um ein Auge vom germanischen Gott Loki zurück zu holen. Ob sich der Mehrspielertitel auf der PlayStation 4 lohnt, verraten wir euch in unserem Test zum Spiel.

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Du böser, böser Loki!

Die Geschichte beginnt damit, dass einem Zauberer sein einziges Auge vom bösen germanischen Gott Loki gestohlen wird. Loki wollte dem Zauberer dabei einfach nur einen Streich spielen – allerdings sieht der Zauberer nun nichts mehr, weswegen er vier germanische Wikingerkrieger beschwört, die besondere Fähigkeiten haben und das Auge zurückholen sollen. Selbstverständlich erhalten die Krieger auch den Schlüssel zum Wikingerschiff, wie sollen sie schließlich sonst Loki verfolgen können?

Wer Stick it to the Man gespielt hat, der wird wissen, dass Spiele von Zoink! immer einen ganz besonderen Humor und eine ziemlich schräge Geschichte an den Tag legen und da wird auch bei den Zombie Vikings keine Ausnahme gemacht. Es wird mit derben Sprüchen, Klischees und ulkigen Sätzen nur so um sich geschmissen, sodass man zumindest während der ganzen Cutscenes nicht nur ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat, sondern sich auch das eine oder andere Lachen nicht verkneifen kann. Dabei wird sowohl auf bekannte Dinge als auch neue Geschichten zurückgegriffen. Beispielsweise stiehlt sich eine Made einen Körper, macht einen Selfie und überlegt, ob er das Ganze auf Instagram hochladen soll oder nicht.

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Vier Zombies sollt ihr sein

Beschworen werden vier Zombies, die sich alle auch ein bisschen unterschiedlich spielen und euch somit andere Möglichkeiten bieten werden. Es ist dabei nicht relevant, welche Figur ihr spielt. Zwar gibt es einige Level, in denen bestimmte Charaktere gefordert werden, aber das verrät euch das Spiel an den entsprechenden Stellen. Zudem spielt sich jeder Charakter ähnlich. Ihr habt also kein Nachsehen oder einen besonderen Vorteil, wenn ihr immer nur denselben Charakter spielt. Ihr greift immer mit Viereck an, auf Dreieck liegt euer Spezialangriff und mit Kreis könnt ihr Dinge, Gegner oder Mitspieler aufheben und werfen.

Zombie Vikings spielt sich zudem am besten mit mindestens einem anderen Spieler, da einige Gegner alleine ein bisschen unfair und schwierig werden dürften. Aber das ist kein Problem, da Zombie Vikings ohnehin für insgesamt vier Spieler ausgelegt ist. Ihr könnt entweder mit anderen Spielern lokal spielen oder ihr sucht euch einfach online ein paar Mitspieler. Auch zum Aufstocken könnt ihr so nach Spielern suchen, also wenn ihr nur zu zweit seid, aber gern zu viert spielen wollen würdet. Das ist ziemlich praktisch, da ihr im Grunde die anderen Mitspieler wirklich braucht. Aber ihr benötigt sie nur, um die Gegner zu besiegen und euch wieder zusammenflicken zu lassen, wenn ihr einmal gestorben seid. Für irgendwelche Rätsel oder dergleichen werden keine anderen Spieler verlangt.

Zombie Vikings ist ein Hack & Slay, bei dem ihr euch manchmal mit vielen Gegnern messen müsst, aber dabei sind das nie unendliche Horden wie bei anderen Genre-Vertretern.

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Einmal Zoink!-Grafik, bitte

Die Entwickler von Zombie Vikings haben zudem einen ganz besonderen Stil, der euch vielleicht schon aus Stick it to the Man bekannt sein könnte. Die Figuren sind dabei zweidimensional und wirken wie aus einem Pop-Up-Buch. Sie bewegen sich auch so, was ziemlich ulkig ist, aber wirklich gut zum Stil passt. Die Umgebungen sind jedoch mittlerweile ein bisschen dreidimensionaler geworden und wirken somit deutlich realistischer. Der Stil der Figuren ist etwas fragwürdig, uns gefällt er jedoch. Er erinnert ein bisschen an die alten Trickfilme, die früher bei Nickelodeon liefen – aber es passt einfach sowohl zur Story als auch zur Umgebung selbst.

Hin und wieder sind wie beim Spielen an kleineren Pixeln hängen geblieben oder konnten plötzlich nicht springen, aber das verzeiht man, da sich Zombie Vikings an sich schon richtig gut spielt. Auch sonst ließen sich bei uns keine sonderlichen Bugs feststellen, alles lief flüssig – und sogar die vielseitigen und ulkigen Waffen konnten überzeugen.

Das Spiel ist übrigens auf Englisch vertont, und die Synchronsprecher machen einen sehr guten Job, wie wir finden. Die Texte dazu gibt es als Untertitel auf Deutsch. Hier müssen wir auch das Übersetzerstudio loben, da an vielen Stellen nicht einfach übersetzt wurde. Die Übersetzer haben das Ganze sogar an das Deutsche bestens angepasst. Zum Beispiel regt sich der Madenkönig auf Englisch darüber auf, wie er denn nur das College für die drei neuen Mäuler zahlen soll, während im Deutschen steht, dass er nicht weiß, wie er die Mäuler stopfen soll. Ziemlich gute Arbeit, wie man sie heute selten findet.

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Fazit: Vier Untote retten ein Auge!

Zombie Vikings ist ein spaßiges Spiel, das noch einmal doppelt so viel Spaß macht, wenn ihr es nicht alleine spielt. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von auferstandenen Zombie-Wikinger-Kriegern, die das Auge ihres Meisters retten sollen. Die Geschichte ist dabei ulkig und verquer und wirft mit lustigen und bekannten Klischees nur so um sich. Auch technisch macht Zombie Vikings auf der PlayStation 4 eine erstaunlich anständige Figur, nur hin und wieder sind wir irgendwo hängen geblieben.

Wir können Zombie Vikings jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach einem schrägen Mehrspielertitel für die PlayStation 4 ist und der sich schon immer einmal wie ein Zombie fühlen und seinen Kopf verlieren wollte. Im Hack & Slay Bereich ist Zombie Vikings gut angesiedelt, die Level sind angenehm von der Länge her. Wir hatten Spaß mit dem Titel, und zwar nicht nur aufgrund der zum Teil urkomischen Sequenzen.

Pro Contra
+ Schräge Geschichte – Hin und wieder bleibt die Figur hängen
+ Schräger Humor – Grafikstil nicht unbedingt jedermanns Sache
+ Vier verschiedene Figuren – Könnte allein viel zu schwer sein
+ Eingängige Steuerung
+ Gelungene englische Synchronisation

Technik: 78

  • Grafik: 82
  • Sound: 85
  • Umfang: 87
  • Gameplay: 70
  • KI: 68

Spielspaß: 83

  • Story: Wir müssen das Auge eines Zauberers retten und erleben dabei eine schräge Geschichte, die seinesgleichen sucht.
  • Frustfaktor: Der ist im Grunde nicht vorhanden, könnte aber im Singleplay-Modus entstehen.
  • Wiederspielwert: Es gibt einige Nebenmissionen, die einen die Level hin und wieder wiederholen lassen.
  • Design/Stil: Der Stil erinnert an die alten Nickelodeon-Trickserien und dürfte nicht für jeden etwas sein.
  • Musik: Die Synchronsprecher machen einen hervorragenden Job, der Soundtrack ist passend.

Information: Vielen Dank an Zoink! Games für die Bereitstellung des Musters.

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Beatrice Vogt
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