Bau-Simulator 3 (Switch) im Test – Die Baustelle ruft erneut

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Ich wurde die Tage von astragon mit einem Reviewkey für den Bau-Simulator 3 auf der Nintendo Switch überrascht. Zuletzt habe ich vor einem Jahr die US Edition des Vorgänger auf der Switch getestet. Ich war gespannt, was sich seitdem getan hat und verrate euch in der Review, wer sich den Bau-Simulator 3 auf jeden Fall anschauen kann.

Diesmal … irgendwo in Deutschland

Der Bau-Simulator 3 ist in Deutschland angesiedelt, für mich stellt die Umgebung ein Abbild einer ziemlich stereotypen deutschen Kleinstadt dar – doch das ist okay, denn als Kulisse macht das Städtchen eine gute Figur. Generell sollte man natürlich nicht erwarten, ein besonders hübsches Spiel für sich zu haben, doch insgesamt macht die Kulisse optisch und atmosphärisch keine allzu schlechte Figur – das geht insgesamt schon in Ordnung.

Eine Menge Maschinen steht zur Verfügung.

Im Bau-Simulator 3 kümmert man sich wieder um den Aufbau einer Baufirma und die Erledigung ihrer Aufträge. Dazu wird man am Anfang ganz gut abgeholt und in die Bedienung der verschiedenen Maschinen und in die nötigen Abläufe eingeweiht. Geld verdient sich recht schnell, doch es ist auch klar, dass man es für den Kauf oder das Mieten neuer Maschinen ebenso schnell benötigt.

Der Bau-Simulator 3 kommt mit einigen Komfortfunktionen: Nahezu alles – außer Lehrgänge – kann übersprungen werden, sodass man keine unnötigen oder doppelten Wege auf sich nehmen muss, auch zwischen den Fahrzeugen kann man schnell hin- und herspringen. Was einem das nicht abnimmt, möchte man nicht unnötig Geld ausgeben: Das Bedienen der Maschinen, das Herzstück des Bau-Simulator 3 auf der Switch.

Irgendwo in Deutschland fährt jemand mit dem Bagger durch den Ort.

Die volle Kontrolle … oder?

Dieses erfordert auch diesmal wieder großes Fingerspitzengefühl, Geduld und ein gutes Gefühl für den Controller. Viele verschiedene Teile der Maschinen und Fahrzeuge darf man bedienen, schwenken, ausfahren, heben, senken … was es eben so zu tun gibt. Und von der einfachen Zugmaschine über den Bagger bis hin zur Planierraupe oder Betonmischer gibt es im Bau-Simulator 3 wirklich eine ganze Menge verschiedener Fahrzeuge.

Das Steuerungskonzept an sich ist dabei meines Erachtens recht präzise über den Controller verteilt. Es gibt viele Einstellungsmöglichkeiten, was die Kamera betrifft. Am Anfang hat mich die selbständig schwenkende Kamera wahnsinnig gemacht, doch die kann man über ein einfaches Menü fixieren. Ein wenig Einarbeitung braucht man in die Steuerung des Bau-Simulator 3 auf der Switch dennoch, denn auf Knopfdruck wechselt man zum Beispiel zwischen der Möglichkeit, die Kamera zu schwenken oder die Werkzeuge zu bedienen – da sollte man nicht durcheinanderkommen.

Hin und wieder fehlt es etwas an der Übersicht, doch eine Sache im Bau-Simulator 3 ist neu, die meines Erachtens das Geschehen wirklich bereichert: Eine Cockpitansicht. Die Cockpits sind zwar nicht unbedingt die detailliertesten aus Simulationen, aber sie sind gut gelungen und alle funktionstüchtigen Elemente sind auch vorhanden. Es steigert jedenfalls den Realismus und mitunter auch die Übersicht über das Geschehen.

Die Cockpit Ansicht bereichert den Realismus.

Baggern will geübt sein

Eine Sache hat sich wiederholt, die mich auch diesmal zur Weißglut getrieben hat: Das Abtragen, Auffüllen oder auch Ebnen von Grund kann im Bau-Simulator 3 zur Geduldsprobe werden. Wie genau Baggerschaufeln funktionieren und wann sie Erde aufnehmen und wann nicht, habe ich bis heute nicht so ganz verstanden. Denn irgendwie macht sie das nur, wenn sie das auch will – schade irgendwie.

Am längsten habe ich mich daher mit dem Ebnen oder Ausheben von Boden beschäftigt, während viele andere Aufträge und Elemente im Bau-Simulator 3 wirklich gut von der Hand gehen. Begleitet wird man dabei immerhin vom ganz gelungenen Soundtrack, der zwar finde ich nicht immer sehr gut zum Geschehen passt, zu dem wir aber trotzdem eine nette Anekdote auf Lager haben.

Bea wusste nicht, dass ich den Bau-Simulator 3 spielte und kam rüber, um zu sehen, welches “epische RPG” ich spiele. Ja, genauso klingt der Bau-Simulator 3 irgendwie. Es passt irgendwie nicht so ganz und wiederholt sich mitunter auch öfter, geht aber doch ins Ohr. Die Soundeffekte der Maschinen sind ganz gut brauchbar.

Ein Problem taucht immer mal auf, man bleibt nämlich ganz gern mal stecken oder eine Maschine lässt sich nicht mehr in den Fahrmodus zurück stellen – zum Glück kann man alle Maschinen im Bau-Simulator 3 jederzeit in die Fahrzeughalle zurückschicken und so zurücksetzen.

Kann zur Geduldsprobe werden…

Fazit: Für geduldige Bauarbeiter

Wirklich mein Spiel ist der Bau-Simulator 3 nicht, aber ich bin fasziniert von seinem Umfang und der Vielfalt von verfügbaren Fahrzeugen und Maschinen, die sich alle detailliert bedienen lassen. Die neue Cockpitansicht bereichert das Geschehen dabei ungemein – kleine Bugs bremsen es hin und wieder aus. Der Umgang mit dem Bagger ist nach wie vor eine Geduldsprobe, während die Bedienung der meisten anderen Maschinen im Bau-Simulator 3 gut von der Hand geht, wenn man sich in die durchaus komplexe Steuerung eingearbeitet hat. Technisch liefert das Spiel grade so eine durchschnittliche, aber immerhin stabile Performance auf der Switch – für geduldige Bauarbeiter, die sich um die Belange von Unternehmen und Baustellen kümmern wollen, ist der Titel eine Empfehlung wert.

ProContra
+ Viele verschiedene Maschinen– Manches ist eine unnötige Geduldsprobe
+ Komplexe Bedienung– Kamera manchmal nervig
+ “Epischer” Soundtrack…– … der nicht immer ganz passt
+ Recht ansehnliche Welt– Kleine Bugs
+ Großer Umfang– Technisch nur solide

Technik: 72
Grafik: 70
Sound: 75
Umfang: 85
Gameplay: 70
KI: 62

Spielspaß: 75

  • Story: Der Bau-Simulator 3 erzählt die Geschichte eurer Baufirma und macht das mit einigen netten Geschichten im Rahmen der Quests.
  • Frustfaktor: Vorhanden, wenn man mal wieder eine Baugrube exakt präzise befüllen muss. Ansonsten kaum.
  • Nachhaltigkeitswert: Der Bau-Simulator 3hat das Potential, auf der Switch eine Fangemeinde aufzubauen. Der Wiederspielwert ist da, da es genügend Aufträge und Inhalte gibt.
  • Design/Stil: Insgesamt stimmig, wenn auch technisch nicht ganz rund.
  • Musik und Sound: Der Sound klingt zu episch, um hier wirklich dazuzugehören – das klingt irgendwie falsch. Anders: Passt nicht so richtig, ist aber ganz gut.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Die 19,99€ für das Spiel finde ich angemessen.
  • Akkuverhalten: Pro Stunde werden rund 30 Prozent Akku verbraucht. Ihr könnt also rund 3 Stunden spielen.

Offenlegung und Unterstützung

Ein Reviewkey für den Bau-Simulator 3 wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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