Legend of Keepers in der Vorschau – Dungeonverteidigung mal anders

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Goblinz Studio ist seit März mit Legend of Keepers im Early Access, ein prozedural generierter Titel, der euch zum Dungeon Master werden lässt. Eure Aufgabe: Die Dungeons vor den Menschen zu verteidigen, die die Schätze stehlen wollen. Ich habe mir den Titel angesehen und verrate euch in der Vorschau, ob es sich lohnt.

Fallen, Zauber, Naturkatastrophen und … Monster!

Die Dungeons Company schreckt vor keinen Mittel zurück, um die Menschen aus den Dungeons fernzuhalten: Die Inszenierung der bei jedem Durchlauf aufs neue generierten Geschichte ist gelungen, denn die Dungeons Company präsentiert sich ein wenig als anonyme Firma ebenso wie als Start-Up bestehend aus Dämonen. Fühlt sich damit also so an, wie viele Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber sehen.

Das Herzstück des Spieles ist die eigentliche Dungeonverteidigung, die in mehreren Runden abläuft: Legend of Keepers lässt euch dafür Fallen und Monster vorab platzieren, die die Menschen überwinden müssen. Zudem darf bei jedem Durchgang ein Zauber des Meisters ausgewählt werden, und nach einigen Wochen, die im Spiel vergangen sind, wenn die Menschen gefährlicher werden, auch eine Naturkatastrophe.

Dabei muss man einen Haufen taktischer Elemente beachten: Ein wesentlicher Aspekt ist es, die menschlichen Widersacher in Legend of Keepers mit möglichst vielen Buffs zu versehen, die ihnen Schaden über Zeit zufügen oder sie empfindlicher für bestimmte Angriffe machen. Resistenzen und Schwächen haben Menschen wie die eigenen Monster natürlich ebenfalls – auch wenn man es Legend of Keepers nicht sofort anmerkt, ist es ein höchst taktisches und anspruchsvolles Spiel.

Erst mal platziert man alle Monster, doch die Kämpfe spielt man aktiv – und macht sich dabei die Fähigkeiten zunutze.

Foltern hier, Vierteilen da…

Abgerundet wird das Spielerlebnis in Legend of Keepers durch die Elemente drumherum: Abseits der eigentlichen Verteidigungen gibt es jede Menge Ereignisse, die eure Entscheidungsgewalt als guten Dämon von euch abverlangen. Die Monster wollen von euch gepflegt und motiviert werden, Waffen verbessert und Monster trainiert und zwischendurch auch der Steuereintreiber bespaßt werden. Doch zur Not vierteilen wir einfach, wer uns im Weg steht…

Über den Skilltree baut man den Meister aus.

Legend of Keepers greift im Spielablauf auf das bewährte Mittel der zufälligen Generierung zurück und ist ein klassisches Roguelite: Jeder Durchgang beschert Erfahrungspunkte und Levelaufstiege abhängig davon, wie lang man durchgehalten hat. Damit kann man die Meister über einen Skilltree ausbauen und neue freischalten, aktuell gibt es zwei, in der fertigen Version von Legend of Keepers sollen es drei sein.

Auch diese Elemente greifen ziemlich gut ins Spiel und jeder Durchlauf läuft natürlich etwas anders ab. Somit ist Legend of Keepers über eine gute Zeit hinweg motivierend, auch wenn sich trotz vieler verschiedener Elemente manche Dinge nach mehreren Spielstunden vertraut anfühlen. Es sind aber die vielen taktischen Elemente, die man manches Mal erst nach längerer Zeit begreift und die immer wieder durchblicken lassen, dass mehr im Spiel steckt, als man deckt. Doch wie in jedem Roguelite ist man auch in Legend of Keepers immer ein Stück auf die Gunst des Zufalls angewiesen.

So löst man Probleme.

Hübsche Umgebungen machen das Foltern leichter

Mit seinem Stil überzeugt mich Legend of Keepers: Die Hintergründe überzeugen mit Details und Abwechslungsreichtum, das Spiel läuft flüssig und ohne Abstürze. Technisch merkt man dem Spiel den Early Access Status nicht an, sogar die deutsche Übersetzung ist schon sehr gut.

Die weitere Roadmap für die Entwicklung von Legend of Keepers sieht mehr Inhalte, einen neuen Dungeon sowie die Einführung des neuen Meisters für die nächsten Monate vor. Anfang 2021 soll es dann die finale Version geben und auch eine Version für die Nintendo Switch von Legend of Keepers ist geplant. Das kann ich mir sehr gut vorstellen und der weitere Plan der Entwickler scheint genau die richtigen Akzente für Legend of Keepers zu setzen.

Schaffen es die Menschen zum Meister, stellt er sich dem Kampf.

Fazit: Spannende Dungeonverteidigung

Legend of Keepers hat mich überzeugt und ist ein höchst taktisches, gut inszeniertes Abenteuer. Die Arbeit für die Dungeon Company hat etwas von der Zusammenarbeit mit einem dämonischen Start-Up und erfordert schon jetzt viel taktisches Geschick und bringt genügend Abwechslung mit. Schwächen bei der Langzeitmotivation scheint Goblinz Studio mit seinen gesetzten Zielen noch gut angehen zu können und so bin ich mir sicher, dass Legend of Keepers einmal eine Wertung im 80er Bereich sicher haben wird. Ich freue mich jedenfalls auf die weitere Entwicklung.

Offenlegung

Ein Reviewkey zu Legend of Keepers wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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