Message Quest (Steam) im Test – Von Herolden, die Helden suchen

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Ich bin immer wieder auf der Suche nach kleinen Spielen, die man einfach mal nebenbei in irgendwelchen Sales erwerben kann. Message Quest erwarb ich tatsächlich kurz vor Weihnachten bei Steam und dachte mir, dass das ganz nett klingt. Diese kleinen Überraschungen mag ich. Was ich sonst noch herausgefunden habe, verrate ich euch im Test zu Message Quest.

Du bist ein Herold!

Message Quest erzählt eine sehr interessante Geschichte über Weltuntergänge, Geburten und Selbstüberwindung: Wir schlüpfen in die Rolle von Feste, einem recht dicken, jungen Herold, der im Grunde nur schläft und faul ist und irgendwie keine Lust hat, auch nur ansatzweise irgendwas zu tun. Bis er irgendwie der einzige noch verfügbare Herold ist, der sich auf die Suche nach dem Helden machen soll, der das Land vor dem Untergang rettet. Und genau hier überrascht mich Message Quest sehr, denn ich hatte erst das Gefühl einen Antihelden zu spielen, bis er sich selbst überwand und erkannte, was seine wirkliche Aufgabe ist. Vom faulen, dicken Jungen ist am Ende der Geschichte nichts mehr übrig. Stattdessen ist er der Stein, der alles Andere ins Rollen bringt.

Message Quest erzählt tatsächlich eine Geschichte über zwei verschiedene Helden und einen Barden, der der Böse sein könnte. Auch wenn das Erlebnis nur etwas länger als 60 Minuten andauert, war es doch fast die beste Unterhaltung, die ich dieses Jahr erleben konnte. Auch wenn es nur kurz ist, war der Kauf definitiv keine Fehlinvestition, denn es ist eine gute, gut durchdachte Geschichte.

Doch auch die Charaktere sind richtig gut und stimmig, sowie auch das Kampfsystem, denn hier benötigt man manchmal Köpfchen, zum Beispiel genau dann, wenn man seine Faulheit überwinden möchte. Hier wurde wirklich ganze Arbeit geleistet. Und das ist noch längst nicht alles, denn hier und da versteckt sich auch die eine oder andere Anspielung auf ganz andere Universen, denn am Ende sind alle Welten miteinander verbunden und können ineinander greifen. Besonders durch die grafische Besonderheit, dass Message Quest wie ein buntes Glasfenster aussieht, verleiht ihm ein ganz harmonisches Flair.

Esperanto und so weiter

Was mich überrascht hat: Message Quest spielt in einer Welt, in der man offensichtlich vollkommen aus dem FF verschiedene Sprachen kann, so redet ein Barde mit uns Esperanto, während die Wirtin fragt, welche Sprache sie denn für uns sprechen soll – ohne groß Terz zu machen. Das ist ziemlich gut und wirkt auch stimmig. Sehr schade ist jedoch, dass sich hin und wieder Sprachfetzen anderer Sprachen so in die Geschichte einmischen, die da absolut nichts verloren haben. Das hält sich jedoch in Grenzen. Der Rest, also die Puzzle zwischendrin, läuft absolut einwandfrei.

Message Quest ist wirklich eine kleine Perle für mich, denn es ist nicht nur storymäßig ziemlich gut, sondern auch im Gameplay, denn so ziehe ich am Anfang Feste durch die Story, damit er sich überhaupt bewegt, oder baue Brücken. Es ist zwar ein Point & Click Adventure, kommt aber zum Glück nicht an die alten Klassiker heran, soll heißen: In Message Quest sind alle Rätsel logisch nachvollziehbar und stellen keine wirkliche Herausforderung dar. Schließlich soll man sich auf die Story konzentrieren und nicht darauf, dass man irgendein Rätsel stundenlang nicht lösen kann.

Selbst in den Kämpfen funktioniert Message Quest bei mir richtig gut und stellt mich auch nur bedingt vor Herausforderungen: Manchmal brauche ich tatsächlich mein Köpfchen, um den Kampf zu durchschauen und dann die richtigen Schritte zu gehen. Vertont wird das Ganze übrigens mit einem Gemurmel, das fast wie aus verschiedenen Sprachen klingt, aber ganz gut passt. Weniger schön ist, dass man tatsächlich jede Sprechblase anklicken muss, um der Story folgen zu können.

Fazit: Kleine Perle für wenig Geld!

Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass ich für so wenig Geld so viel Unterhaltung bekomme! Message Quest erzählt eine tolle, wenn auch sehr kurze Geschichte, mit gelungenen Charakteren, tollen Rätseln und einem Kampfsystem, das ein bisschen Köpfchen verlangt. Es ist ein kleines Spiel, das sich in anderen Universen bedient und mich wirklich überrascht hat. Zudem ist es auch multilingual, denn hin und wieder redet jemand mit unserem Feste Esperanto, leider schleicht sich dadurch auch mal eine falsche Textzeile ein, die nicht übersetzt wurde und nicht zur Story passt, doch das lässt sich ignorieren. Wer auf der Suche nach einem tollen Point & Click Spiel ist, das einen nicht viel fordert, sollte unbedingt einen Blick auf Message Quest werfen.

ProContra
+ Tolle Geschichte über Verantwortung– Manchmal schmuggeln sich andere Sprachen ein, die da nicht hingehören
+ Einfache Rätsel– Jede Sprechblase muss angeklickt werden
+ Tiefgehende Charaktere– Bisschen kurz
+ Innovatives Kampfsystem
+ Gelungenes Gameplay

Technik: 82
Grafik: 92
Sound: 90
Umfang: 60
Gameplay: 84
KI: 86

Spielspaß: 94

  • Story: Du versuchst als fauler Feste das Land zu retten und einen Helden zu finden.
  • Frustfaktor: Absolut nicht vorhanden.
  • Nachhaltigkeitswert: Message Quest ist jetzt schon fünf Jahre her, offenbar hatte es keinen Impact, obwohl es ein so schönes Spiel ist.
  • Design/Stil: Wundervoller Stil, der an alte Glasfenster erinnert.
  • Musik und Sound: Passend.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 2,99 € sind absolut gerechtfertigt für das Erlebnis!

Offenlegung

Wir haben uns Message Quest selbst für Steam gekauft.

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Beatrice Vogt
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