Night in the Storm (itch) im Test – Liebevolles Spiel über Zeiten und Stürme

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Ich bin schon vor einer ganzen Weile auf den kleinen Titel Night in the Storm aufmerksam geworden, doch fürs Spielen fand ich bisher nie die Zeit – warum, ist mir bis heute schleierhaft, denn eine wirklich lange Spielzeit hat der Titel tatsächlich nicht. In dieser Kurzreview verrate ich euch, warum auch ihr diese stürmische Nacht erleben solltet.

Mein Leuchtturm und ich

Night in the Storm erzählt eine klitzekleine Geschichte über einen tierischen Leuchtturmwärter. Die Nacht, die dem Spiel seinen Namen gibt, ist stürmisch und wir schlüpfen in die Rolle des Wärters, der die ganze Zeit nichts anderes tut, um den Leuchtturm am Laufen zu halten. Das bedeutet, ich laufe die Treppen hoch und runter, schließe Fenster, die durch den Wind aufgestoßen sind, warte die Motoren und sorge dafür, dass die Leuchten hoch oben auf dem Turm den Schiffen den Weg weisen können.

Es ist eine Geschichte, die vor allem etwas mit der Zeit zu tun hat und mit Effizienz. Während ich die ersten Minuten noch versuche, die Steuerung (hab mit Tastatur gespielt) zu verstehen und dem ganzen Konzept einen Sinn zu geben, laufe ich zur Morgendämmerung hin ziemlich suverän die Stufen nach oben und bin oft schon am Fenster, bevor es wirklich aufgehen kann.

Night in the Storm ist eine kurze Erfahrung von wenigen Spielminuten, doch jede Minute zeigt mir, wie ineffizient wir meistens doch “arbeiten”, denn besonders am Anfang laufe ich durch den Turm und betrachte alles, was ich sehen kann – während eben der Leuchtturm kein Stück funktioniert und somit vermutlich Chaos auf hoher See herrscht. Tatsächlich habe ich mich im ersten Durchlauf so auf meine Arbeit konzentriert, da ich ein hervorragender Leuchtturmwärter sein wollte, dass ich gar nicht mitbekam, ob es Konsequenzen gibt.

Schiffe sterben durch mich

Ja, tatsächlich hat Night in the Storm auch Konsequenzen, denen ich mich stellen muss: Wenn ich nichts tue, verschwinden die Schiffe auf dem Meer und werden durch gefährlich aussehende Bojen ersetzt und nach, vielleicht zwei oder drei Minuten, flimmert der “Game Over” Bildschirm drüber – ich hab’s extra für euch ausprobiert. Schließlich habt ihr als Wärter eines Leuchtturms ja auch eine der wichtigsten Aufgaben, nämlich den Leuchtturm am Leuchten zu halten.

Der Leuchtturm ist schließlich das Licht in der Nacht, das Schiffen zeigt, wo sich die Küste befindet, sodass sie nicht gegen irgendwas prallen. Und das zeigt Night in the Storm ziemlich gut. Allerdings ist die Steuerung manchmal ein wenig hakelig, sodass ich zum Beispiel mehrfach meine Lampe für die Leuchte fallen lassen, weil das Spiel nicht erkennt, dass ich direkt dort stehe, wo die Lampe hingehört. Doch bei einem kostenlosen und kleinen Spiel verzeihe ich das.

Night in the Storm hat einen niedlichen Stil und schafft eine gute Atmosphäre – ungleich zu anderen Spielen, die des Nachts in einem Leuchtturm spielen, kommt keine Gruselstimmung auf, was ich sehr begrüße. Ich kann mir vorstellen, dass andere Entwickler vermutlich noch einen Horroraspekt hätten einfließen lassen, der allerdings absolut unnötig ist.

Fazit: Meine Lieblingsnacht im Sturm

Night in the Storm erzählt die recht kurze Geschichte einer Leuchtturmwärterin, in einer stürmischen Nacht den Leuchtturm funktionstüchtig halten soll, damit kein Chaos auf dem Meer entsteht. Es ist ein Spiel über Effizienz und ein kleines bisschen Zeitmanagement und auch wenn es nur wenige Minuten geht, da die Nacht dann vorüber ist, ein sehr gelungenes Spiel des Jahres 2020. Und das auch wenn die Steuerung manchmal ein bisschen hakelig ist und ich mir wünschen würde, dass er ein bisschen länger geht, doch für eine Runde zwischendurch, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, hervorragend geeignet. Der Titel steht kostenfrei auf Itch.io zur Verfügung, ihr könnt dem Entwickler jedoch auch einen bestimmten Betrag eurer Wahl zur Verfügung stellen.

ProContra
+ Interessantes Konzept– Steuerung manchmal ein bisschen hakelig
+ Spiel über Effizienz und Zeitmanagement– Recht kurze Spielzeit
+ Recht kurze Spielzeit
+ Passende Atmosphäre

Technik: 78
Grafik: 86
Sound: 86
Umfang: 56
Gameplay: 82

Spielspaß: 87

  • Story: Du bist Leuchtturmwärter in einer stürmischen Nacht.
  • Frustfaktor: Vielleicht am Anfang, aber nur so lange, bis man das Konzept verstanden hat.
  • Wiederspielwert: Recht hoch, um mal einen Moment zur Ruhe zu kommen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  • Design/Stil: Leichte Pixeloptik, passt aber hervorragend.
  • Musik: Perfekt für die Atmosphäre im Spiel.

Offenlegung

Wir haben uns Night in the Storm auf itch selbst gekauft.

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Beatrice Vogt
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