stitch. (Apple) im Test – In Ruhe puzzlen und sticken

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Vor wenigen Wochen noch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich mal eine Review zu etwas schreibe, das mit Apple zu tun hat – und dann stahl sich das kleine Spiel stitch. von Lykke Studios in mein Herz. Und dabei fing alles so harmlos an, als ich den Titel unter den Neuerscheinungen fand. Nun schreibe ich diese Zeilen und erzähle dir, wie ich sowohl von stitch. als auch vom Apple TV fasziniert wurde.

Alles beginnt mit einem Muster

Der Einstieg in stitch. ist ganz wundervoll einfach: Ich beginne damit, mein erstes einfaches Muster zu sticken, während mir das Spiel erklärt, was ich tun soll. Wenn ich die Muster das erste Mal sticke, kann ich nur vorgefertigte Farben nehmen, die das Spiel im Grunde ganz von allein zuvor festlegt. Also keine Sorge, dass du die „falsche“ Wolle erwischst. Schwieriger wird es da schon beim Rätseln selbst.

Jedes Bild besteht aus mehreren Abschnitten, die du Stück für Stick bestickst. Jeder Abschnitt wiederum besteht aus mehreren Kästchen, in denen sich teilweise Zahlen befinden. Die Zahlen geben dir auf der einen Seite an, welche Farbe das Muster haben wird, zum anderen sagen sie dir, wie groß die Fläche werden soll, die mit dieser Farbe bestickt wird. Die Herausforderung besteht dann darin, die Flächen so sinnvoll anzuordnen, dass jedes freie Feld bestickt wird und somit generell ein farbiges Muster entsteht.

Bei kleineren Bildern ist das relativ einfach, da nicht so viele Optionen bestehen, wie sich die einzelnen Felder und Flächen anordnen könnten, doch sobald das Bild größer wird, wird es haarig. Ich habe, aus purer Londonliebe, mit einem großen Bild vom Elizabeth Tower begonnen und knobelte an manchen Bereichen sehr lange. Glücklicherweise hat das entwickelnde Studio einen Button eingebaut, der Hinweise bereithält. Diese Hinweise bestehen dann aus grün umrandeten Bereichen, die dir zeigen, welche Felder du kombinieren solltest. In der Regel reicht es aus, ein Feld vorgegeben zu haben, um dann den Rest zu bilden.

Was mir im Laufe der Zeit aufgefallen ist, ist dass ich immer besser beim Lösen der Aufgaben wurde. Am Anfang war ich in stitch. manchmal restlos überfordert, doch wenn man jeden Tag ein bisschen übt, aktiviert man seine grauen Zellen und schafft dann alles mit links.

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In der Ruhe liegt die Entspannung

stitch. ist kein Spiel, das einen unter Druck setzt. Du hast stets die Wahl, welches Bild du sticken möchtest und kannst dich sogar an wöchentlichen Herausforderungen versuchen, die zu bestimmten Anlässen weitere Bilder zum Sticken zur Verfügung stellen. Zu keiner Zeit gibt es einen Zeitdruck, sondern du kannst ganz in Ruhe knobeln und die verschiedensten Kombinationen ausprobieren, um an die Lösung zu gelangen. Untermalt wird das ruhige Gameplay zudem durch einen entspannenden Soundtrack, der zwar nicht sonderlich viele Musikstücke kennt, dafür aber für Ruhe im Hintergrund sorgt.

Getestet habe ich stitch. auf dem Apple TV (2022), welches erst vor ein paar Tagen bei uns einzog. Der Titel spielt sich hier sehr flüssig und reibungslos, verbunden war ich mit einem DualSense Controller der PS5. Das hat meistens auch relativ gut geklappt, allerdings hat das Spiel bei jedem Spielstart Herausforderungen, den Controller zunächst zu akzeptieren. Doch wenn man ein wenig wartet, wenn man Spiel und Controller gestartet hat, geht auch das schnell vorbei. Ansonsten ließ es sich reibungslos steuern.

Ein bisschen nervig ist es jedoch, wenn ich die falschen Flächen verbunden habe und alles rückgängig machen wollte. Es gibt zwar einen „alles zurücksetzen“-Button, der jedoch alles im gesamten Levelbereich zurücksetzt. Das möchte ich nicht immer, und das macht es komplizierter. Leider gibt es auf dem Controller keinen Löschen oder Zurück Button, sodass ich einfach die letzte Handlung rückgängig machen könnte. Stattdessen markiere ich das Feld, das ich entfernen möchte und ziehe es so lange zurück, bis es weiß wird. Wenn ich dann nochmal bestätige, verschwindet es. Diese Mechanik funktioniert leider nicht immer und bringt mich manchmal mehr zum Verzweifeln als die eigentlichen Rätsel.

Das ändert aber nichts am Entspannungsfaktor von stitch., denn es ist wirklich erholsam. Zum Glück ist es Bestandteil von Apple Arcade und kann somit auch auf anderen Apple Geräten benutzt werden, sodass man dieses kleine entspannende Spiel auch überall bequem spielen kann.

Fazit: Vielleicht werde ich jetzt Stickerin

Die Wertung zeigt eine 87 von 100.

stitch. hat mich überrascht und verzaubert. Es ist ein kleines, entspannendes und ruhiges Puzzlespiel ohne Zeitdruck, bei dem ich einfach Flächen besticke und hoffe, alle Felder mit der richtigen Farbe befüllt zu haben. Es setzt mich nicht unter Druck und verlangt nichts von mir, sondern bietet mir einfach nur die ruhige Entspannung, die ich nach einem langen Arbeitstag brauche. Eine wirklich schöne Umsetzung, und je öfter ich spiele, desto besser werde ich darin, auch die großen Rätsel zu lösen. Zwar hat stitch. auch einige Aspekte, die störend sind, doch allen in allem ist eine wunderbare Erfahrung auf dem Apple TV und bei Apple Arcade. Für Puzzlefans wärmstens empfohlen – vor allem zur kalten Jahreszeit, wenn man normalerweise mit seinem Stickzeug vor dem Kamin sitzen würde.

ProContra
+ Entspannendes Gameplay mit Stickereien– Controllerumsetzung auf Apple TV nicht immer gelungen
+ Grafisch wunderbar passend mit vielen verschiedenen Motiven– Löschen von Flächen mit Controller komplex
+ Einfacher Einstieg ins Spiel
+ Wöchentliche Herausforderungen und eigene Weiterentwicklung motivieren
+ Weiche und schöne Umsetzung fürs Apple TV

Offenlegung

stitch. ist in Apple Arcade verfügbar und dort Teil unseres Abos.

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Beatrice Eichhorn
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