The Spatials (Steam) im Test – Süchtigmachender Space Tycoon

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Unendliche Weiten liegen vor uns, als wir unseren kleinen und kargen Planeten betreten. Wir sind nur eine kleine Mannschaft aus fünf Leuten, aber unser Ziel ist es, genau hier ein großes Zentrum für alle Arten von Lebewesen zu schaffen. The Spatials liefert uns auf Steam mal wieder einen Tycoon, bei dem wir auf einem fernen Planeten eine Art Urlaubsparadies schaffen sollen. Ob das gelungen ist, oder ob man doch eher zum Beach Resort Simulator greifen sollte, verraten wir euch im Test.

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Auf geht’s, wir bauen eine Raumstation!

Ohne große Vorrede geht es in The Spatials auch schon los: Wir landen auf einem leeren, kargen Planeten, den es zu bestücken gilt. Na, immerhin haben wir eine Crew, die uns einige Einrichtungen baut, wenn wir sie davon überzeugen können. Allerdings stehen wir erst einmal auf verlorenem Posten, denn ein richtiges Tutorial gibt es nicht so richtig. Es gibt einen kleinen Roboter, der verschiedene Dinge erklärt, wenn man ihn anklickt, aber selbst dann ist nicht alles einfach erklärt. Die Spieler sind also gezwungen, mitzudenken und zu überlegen, was man tun könnte. Aber kein Problem, die Neugier ist die größte Eigenschaft die der Mensch besitzt.

Hat man erst einmal raus, wie das Ganze funktioniert, kann man seine Station erweitern und sich in die unendlichen Weiten aufmachen, denn es reicht nicht aus, nur die Räumlichkeiten zu bauen. Verschiedene Einrichtungen benötigen auch Waren, die man wiederum in einer Fabrik herstellen muss und diese Fabrik braucht dazu wiederum verschiedene Items, die wir mit unserer Crew auf den verschiedenen Planeten erhalten und sammeln können. Um das Ganze zu vereinfachen, gibt es in jedem System eine Kolonie mitsamt Botschaft. Schicken wir dort einige unserer Crewmitglieder hin, so können wir uns Rohstoffe in die Station schicken lassen. Das dauert dann zwischen zwölf und zwei Minuten, je nachdem wie viele Leute wir in dem System haben.

Eine Story gibt es in dem Sinne nicht, schließlich wollen wir mit unserer Station überleben und den bösen Piraten, die ihr Unwesen im Weltall treiben, die Leviten lesen. Das ist im Grunde alles, was die Story zu bieten hat, dafür hat das Gameplay noch so einige kleinere Fassetten, die sehr gelungen sind und für viele Spielstunden Spaß garantieren.

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Vom Tycoon zum Top-Down-Shooter

Abseits der Station können wir uns auf verschiedenen Planeten umsehen, um dort Rohstoffe zu sammeln und verschiedene Quests zu erfüllen, für die wir am Ende wieder Rohstoffe, Geld und Erfahrungspunkte erhalten. Moment, Erfahrungspunkte? Jep, wenn man auf einem Planeten angekommen ist, steuert man in The Spatials seine eigene kleine Crew und somit verwandelt sich das Ganze in einen nicht ganz einfachen Top-Down-Shooter. Dabei hat jedes Mitglied unserer Crew eine ganz besondere Aufgabe, die Weißen zum Beispiel sind die Ärzte, die unsere Crew heilen können, während die Blauen für die Energieversorgung tätig sind.

Wichtig ist allerdings nicht nur, dass wir unsere Crew kennen, sondern auch dass wir sie entsprechend ausrüsten. Nach einigen Quests auf den Planeten sammelt man verschiedene Items ein, die dann der Crew gegeben werden können. Wichtig ist vor allem: Am Anfang hat nicht jedes Crewmitglied auch eine Waffe, soll heißen, dass ihr zu Beginn sehr gut auf eure Truppe achten müsst. Habt ihr jedoch einmal eure Truppe ausgerüstet und sie schon hochgelevelt, ist es noch lange nicht vorbei, denn: Eure Truppe benötigt zwischen den Einsätzen auch mal eine Pause. Gewährt ihr ihnen diese Pause nicht, werden sie unzufrieden und verlassen unter anderem eure Raumstation. Also, aufpassen!

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Wie baue ich die Station aus?

Jede neue Forschung benötigt selbstverständlich Forschungspunkte. Die bekommt ihr, wenn ihr Planeten abschließt. Dann könnt ihr Räumlichkeiten wie Spa oder eine Boutique bauen und eröffnen, allerdings solltet ihr das nicht unbedacht machen, denn die meisten neuen Räumlichkeiten brauchen höherwertige Rohstoffe, die ihr möglicherweise erst viel später im Spiel finden könnt. Auswirkungen hat es aber im Übrigen keine, wenn ihr die Räume, aber noch keine Rohstoffe habt. Also braucht ihr hier schon einmal keine Angst zu haben, dass euch die Leute in Scharen davon laufen, die eure Station besuchen.

Ja, da ihr ein großes Weltraumparadies schaffen wollt, kommen selbstverständlich auch verschiedene Gäste zu Besuch, die bei euch schlafen, essen und was ihnen sonst noch so gefällt wollen. Deswegen wäre es ratsam, wenn ihr nicht nur darauf achtet, verschiedene Räume wie Lager oder Quartier zu bauen, sondern vor allem auch Dinge, die euren Gästen gefallen würden. Und in eben jenen Dingen müssen dann auch Items oder Gegenstände zu erstehen sein, die wiederum vorher hergestellt werden müssen.

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Und sonst so?

Wer keine Lust darauf hat, auf Planeten selbst mit seinen Crewmitgliedern die Piraten zu vertreiben, kann auch verschiedene Aufträge annehmen und so seine Leute auf Missionen schicken. Dabei erhalten sie Erfahrungspunkte, auch wenn die Missionen am Ende scheitern, aber manchmal gibt es dann auch Rohstoffe, die für euch ziemlich praktisch sind. Aber auch hier gilt, dass eure Mitarbeiter hin und wieder auch mal eine Pause brauchen, sonst werden sie ganz schön unzufrieden und verlassen die Station.

Leider erschöpft sich das Ganze dann auch schon, allerdings ist man doch ziemlich viele Stunden beschäftigt, denn auch wenn das jetzt nach wenig klingt, hat man verdammt viel zu tun. Und wisst ihr, was noch schlimm ist? Es macht auch noch Spaß! Also, meistens zumindest. Manchmal fühlt man sich eher so, als hätte man seine Arbeit gefunden, da die Station immerhin mit allerhand Rohstoffen versorgt sein will. Aber das hält sich relativ in Grenzen. Spaß macht es trotzdem und wenn man einmal seinen Rhythmus gefunden hat, geht auch alles locker von der Hand.

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Auf zu neuen Welten?

The Spatials ist ein interessanter Tycoon, der nicht nur mit einer Art Wirtschaftssimulation daherkommt, sondern auch noch teilweise zum Top-Down-Shooter mutiert, was das Spielgeschehen ziemlich auflockert. Ziemlich cool, aber mitunter auch ziemlich anstrengend sind dabei die eigenen Crewmitglieder, die man auf Missionen schicken kann und muss, die aber auch eigene Bedürfnisse haben. Missachtet ihr diese, werden euer Mitarbeiter ziemlich schnell das Weite suchen! Dafür macht The Spatials sehr viel Spaß, wenn man sich erst einmal durch das Tutorial und das System an sich gearbeitet hat.

Ein wenig kann es passieren, dass sich The Spatials in Arbeit verwandelt, da eure Station auch mit verschiedenen Rohstoffen dauerhaft versorgt sein will, wenn man allerdings einmal den Bogen raushat, ist alles paletti und macht sehr viel Spaß. Wer also mal wieder auf der Suche, nach einem guten Space Tycoon mit einer interessanten Abwechslung ist, sollte unbedingt einen Blick auf The Spatials werfen.

Pro Contra
+ Tycoon mit Top-Down-Shooter-Abwechslung – … der manchmal in Arbeit ausarten kann
+ Innovatives Spielkonzept
+ Große Spielwelt – Mitunter nicht unbedingt einsteigerfreundlich
+ Süchtigmachendes Konzept – Leider nur auf Englisch verfügbar
+ Crewmitglieder haben “Privatleben”
+ Grafisch sehr niedlich und ansprechend

Technik: 84

  • Grafik: 87
  • Sound: 70
  • Umfang: 92
  • Gameplay: 88

Spielspaß: 82

  • Story: Die Story erklärt sich von selbst: Ihr müsst den Weltraum vor bösen Piraten retten, das war’s.
  • Frustfaktor: Zum Teil ist dieser vorhanden, wenn ihr vergessen habt, eure Crew ausruhen zu lassen oder ihnen keine Waffen gegeben habt.
  • Wiederspielwert: Der ist sehr hoch, da eine kleine Runde The Spatials immer mal wieder drin ist.
  • Design/Stil: Stilistisch relativ niedlich gehalten, aber keineswegs kitschig.
  • Musik: Die Musik ist nicht unbedingt nervig, aber auch nicht sonderlich erwähnenswert.

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Beatrice Vogt
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