The White Door (Steam) im Test – Von Unfällen und Mental Health

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Seit einiger Zeit berichte ich euch immer wieder von The White Door, in dem es unter anderem um die Mental Health geht. Nun begleite ich Robert Hill dabei, wie er seine Erinnerungen wieder erlangt und herausfindet, was eigentlich wirklich geschehen ist. In meinem Test verrate ich euch, welches Spiel im Januar 2020 meine ungeteilte Aufmerksamkeit hatte und warum ihr es auch spielen solltet.

Routine ist wichtig

Wer sich ein bisschen Mental Health, beziehungsweise Krankheiten in dieser Richtung auskennt, weiß, dass eine tägliche Routine wichtig ist, um wirklich wieder einen geregelten Tagesablauf absolvieren zu können. Dies zeigt euch The White Door ziemlich gut. Ich schlüpfe im Spiel in die Rolle von Robert Hill und ich weiß nicht, wieso er dort ist, wo er gerade ist. Erst im Laufe der Zeit kommt heraus, dass Robert einen Unfall hatte und sich nicht mehr daran erinnern kann. Wenn man noch ein bisschen tiefer gräbt, wird auffällig, dass dieser Unfall vielleicht kein wirklicher Unfall war und dass auch Roberts Erinnerungen nicht einfach so verschwunden sind, doch dazu will ich euch nicht mehr verraten.

The White Door zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie wichtig es ist, eine Routine aufzubauen. Ich fühle mich nach einiger Zeit sicher, denn ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Ich erlebe keine Überraschungen, sondern passe mich an die weiße und schlichte Umgebung an. Bis mir dann eben doch Dinge auffallen, die so nicht sein sollten. Dabei durchlebe ich in The White Door mit Robert ziemlich viele Phasen, die ich jedoch durchleben muss, um all meine Erinnerungen zu erhalten. Am Ende von The White Door bleibe ich dennoch mit vielen Fragen zurück und überlege, was nun wirklich wahr war und was nicht. Habe ich doch alles nur geträumt? Oder ist das tatsächlich passiert? Habe ich wirklich gelesen, was ich gelesen habe oder doch nicht? Es lässt viel Interpretationsspielraum und bringt euch dabei manchmal an eure Grenzen.

Drag & Drop vom Feinsten

The White Door hat ein ausgezeichnetes Gameplayelement: Drag & Drop. Während andere Point & Click Adventures damit beschäftigt sind den Hamster mit dem Luftballon zu kombinieren, erlebe ich in The White Door eine ganz andere Mechanik. In den Cutscenes lenke ich die Charaktere. Der Erzähler erzählt beispielsweise, dass ich einen Schluck Kaffee zu mir nehme, also ziehe ich die Kaffeetasse nach oben. Das ist ziemlich cool und macht alles sehr dynamisch. Ich bin kein Beobachter, ich bin mitten drin und Teilnehmer. Doch nicht nur die Cutscenes folgen diesem Muster, sondern auch die Rätsel und alles, was irgendwie relevant sein könnte.

Schade ist nur, dass es nicht immer klappt. Manchmal muss man es auch ein zweites oder drittes Mal versuchen, bis tatsächlich etwas passiert. Doch in den meisten Fällen klappt es, sodass es wirklich viel Spaß macht, herauszufinden, wie etwas funktioniert und wie man weiter kommt. The White Door zeigt euch, was wirklich mit Drag & Drop in Spielen möglich ist, und das macht auch noch jede Menge Spaß. Es ist ein ganz eigenes Gameplay, das so selten in anderen Spielen vorkommt. The White Door spielt dabei regelrecht mit seinen Möglichkeiten, sodass ich manchmal doch überlege, wie ich weitergehen muss.

Ein bisschen knobeln ist gut

Rätselfans kommen mit The White Door definitiv auf ihre Kosten, denn es ist voll mit diversen Rätseln. Manche kann man sehr schnell lösen, andere fordern einen ganz schön heraus. Doch das Gute ist: Die Lösung für die meisten Fragen und Herausforderungen lassen sich tatsächlich in eurem Zimmer finden, sodass ihr nicht groß rumirren müsst. Ja, manchmal müsst ihr lange suchen, denn so saß auch ich bei einigen Dingen da und kam nicht weiter. The White Door ist wirklich ein nettes Spiel zum Knobeln und es macht Spaß, die einzelnen Rätsel zu lösen. Glücklicherweise ist es technisch ganz gut bei den Rätseln, sodass bei mir zumindest alles funktioniert hat – auch wenn das Drag & Drop nicht immer gleich beim ersten Mal reagiert hat.

Neben dem ziemlich guten Gameplay und den Knobelaufgaben punktet The White Door auch mit einem sehr guten Soundtrack, der zwar loopartig ist, was allerdings nicht so stark ins Gewicht fällt, da die einzelnen Tracks doch relativ lang sind. Ganz besonders loben möchte ich die Sprachausgabe, die in den Cutscnes zum Tragen kommt, denn das ist wirklich eine ziemlich gute Leistung. Allen in allem lässt sich sagen, dass The White Door technisch auf einem annehmbaren Level ist, mit einem guten Soundtrack daherkommt und und einen passenden Zeichenstil aufweist, der zwar trist ist, aber wunderbar zum ganzen Setting passt und die ganze Situation hervorragend unterstreicht.

Fazit: Eine besondere Erfahrung

Ich war mir zunächst nicht sicher, was mich genau bei The White Door erwarten würde und wurde restlos überrascht. Am Anfang dachte ich, dass ich nur Roberts Erinnerung wiederherstellen muss, doch mich erwartete eine Story, die mich mit so vielen Fragen zurücklässt. War das wahr, was ich gespielt habe? Habe ich es überhaupt gespielt? The White Door ist ein wunderbarer Auftakt für das neue Jahr und präsentiert mir ein umfängliches Knobelspiel mit einem hervorragenden Drag & Drop Spielsystem, das zwar manchmal nicht reagieren möchte, aber dennoch eine wahre Bereicherung für die Art solcher Spiele darstellt. The White Door punktet neben alldem ebenso mit einem passenden Soundtrack und einem Grafikstil, der so trist ist, dass er einfach nur hervorragend zum Setting passt. Für mich ist der Titel bisher das Highlight des Januars und sollte in keiner annehmbaren Steambibliothek fehlen.

ProContra
+ Gut gemachte Story– Funktioniert technisch nicht immer einwandfrei
+ Knifflige Rätsel– Knifflige Rätsel
+ Drag & Drop
+ Passender Grafikstil
+ Hervorragender Soundtrack, geniale Synchronsprecher

Technik: 90
Grafik: 89
Sound: 92
Umfang: 93
Gameplay: 84

Spielspaß: 90

  • Story: Ihr Spiel Robert Hill in The White Door, der versucht, sich an sein Leben zu erinnern und dabei in einer Klinik ist. Nicht alles ist so, wie es zu sein scheint.
  • Frustfaktor: Nur manchmal durch die Rätsel vorhanden, jedoch ist nichts unlösbar.
  • Nachhaltigkeitswert: The White Door ist ein kleines Spiel, das vielleicht zu klein ist, um wirklich nachhaltig zu sein, es hat allerdings sehr gute Ansätze.
  • Design/Stil: Sehr trist und weiß gehalten, passend zur Story.
  • Musik und Sound: Hervorragend! Sehr gelungener Soundtrack und auch die Synchronsprecher leisten einen bombastischen Job.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: The White Door ist für 3,29 € erhältlich und da ist jeder Cent Gold wert. Ich hätte definitiv auch mehr bezahlen können und gehe hier auch locker mit einem Preis bis zu 8 € mit.

Offenlegung

Wir haben uns The White Door auf Steam selbst gekauft.

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Beatrice Vogt
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