13 Fragen: Was tust du, um auch in stressigen Phasen nicht den Kopf zu verlieren?

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13 Fragen, 13 Wochen, acht Menschen, die sich diesen Fragen stellen. Jeden Freitag findest du bei uns eine Frage, die sich mit verschiedenen Dingen beschäftigt, und acht Menschen, die sich mit Videospielen beschäftigen und entweder selbst bereits eines veröffentlicht haben oder aktuell an einem Titel arbeiten. Im vierten Teil der Reihe wollten wir von den acht Personen wissen, was sie tun, um auch in stressigen Phasen „sane“ und entspannt zu bleiben und nicht gleich den Kopf zu verlieren.

Mir liegt das Thema sehr am Herzen, da ich mich sehr viel mit geistiger Gesundheit beschäftige und wir alle wissen, dass es auch in der Videospielbranche hin und wieder zu Phasen kommt, die nicht sonderlich schön sind und viel von den entwickelnden Personen abverlangen, weswegen ich sehr gespannt auf die unterschiedlichen Antworten sind.

Was tust du, um auch in stressigen Phasen nicht den Kopf zu verlieren?

Hmm, gibt es im Palace noch stressige Phasen? Früher haben wir uns oft den Stress gemacht, dass die News zum Beispiel in E3-Nächten zeitnah da sein müssen. Mittlerweile sind wir jedoch deutlich reifer geworden: Wir schreiben nur noch News zu Spielen, die uns auch interessieren und wenn wir eine News eben nicht drei Sekunden nach der Veröffentlichung haben, dann ist das einfach so. Ich persönlich sehe das auch bei Reviews so. Manche Spiele bekommen wir beispielsweise lange vor der Veröffentlichung, sodass wir den Test zu einem bestimmten Embargo schreiben können. Manchmal jedoch gibt uns das Leben neben dem Palace gar nicht die Möglichkeit, um dieses Datum einzuhalten – und dann ist das einfach so. Andernfalls ist der Palace tatsächlich der Ort, wenn ich mich einfach mal entspannen möchte. Hier kann ich die Worte einfach niederschreiben und fühle mich dabei ganz ruhiger.

Doch wie sieht es bei unseren teilnehmenden Personen aus. Woher bekommen sie ihre Inspirationen?

Arik Zurabian (Dude, Where Is My Beer?)

Früher habe ich in der Werbeindustrie gearbeitet – glücklicherweise ist die Phase vorbei, denn dort gibt es viele stressige und kurze Deadlines. Wenn ich jedoch an meinen eigenen Projekten arbeite, habe ich diese Deadlines nicht. Doch wenn es viel gibt, das noch gefixed werden muss und ich noch herausfinden muss, wie oder wenn ich merke, dass alles zu viel ist, was gerade passiert, hilft mir eine Runde Joggen, um meinen Kopf frei zu bekommen.

Arik Zurabian

npckc (A Hero and A Garden, A Year of Springs, A Wheel Without A View uvm.)

Wenn ich mich überrannt von dem fühle, was gerade passiert, hilft es mir, mit Freunden oder der Familie zu sprechen, um wieder den Boden unter den Füßen zu spüren.

npckc

Jonas Fisch (Prim)

Mir eine Pause gönnen und mit meiner Tochter spielen.

Jonas Fisch, Common Colors

Philomena Schwab (Niche, The Wandering Village, Nimbatus, Retimed)

Wir versuchen, möglichst wenige stressige Phasen zu haben. Da wir zum Beispiel unsere Games selbst publishen, haben wir wenig externen Druck. Außerdem bleiben wir bei unseren Release Dates möglichst lange sehr vage, damit wir hoffentlich genug Spielraum haben. Wenn wir merken, dass uns eine Crunch-Phase bevorstehen würde, verschieben wir, wenn immer möglich, unsere Termine, was meistens auch klappt. Falls wir dann doch mal wirklich viel Arbeiten müssen, nehmen wir uns nach der Deadline direkt ein paar Tage frei. Natürlich gibt es aber auch noch anderen Stress, wie zum Beispiel die Unsicherheit, ob das nächste Spiel erfolgreich wird, was bei uns ausschlaggebend ist, da wir uns praktisch ausschließlich über den Verkauf unserer Spiele finanzieren. Mir persönlich hilft hier auch ein Leben außerhalb des Studios zu haben und zu wissen, dass es Menschen gibt, die mir beistehen, auch falls es mit dem Games entwickeln mal nicht mehr klappen würde.

Philomena Schwab, Stray Fawn Studio

Alex Kanaris-Sotiriou (Röki)

Ich koche und laufe, wichtig ist dabei, um den Stress niedrig zu halten, beides nicht zur selbe Zeit zu tun. Ich neige dazu, zu kochen, wenn ich vom Tag am Schreibtisch runterkommen möchte. Es entwirrt meinen Kopf und lässt mich den Fokus auf die simple Aufgabe des Kochens setzen, mit dem Bonus, das ich am Ende ein (hoffentlich) köstliches und gesundes Gericht habe. Für mich hat es fast was Meditatives, weswegen ich es an vielen Tagen tue.

Alex Kanaris-Sotiriou , Polygon Treehouse

Seren Besorak (Jessika)

Oft geht es raus in die Natur oder auf öffentliche Plätze. Da schnapp ich mir einen Kaffee und sauge die Eindrücke auf. Dazu dann ein kleiner Schnack hier und da  – dies löst dann meist die größten Knoten im Kopf. Und wenn alle Stricke reißen, schnappe ich mir meine Kinder und wir fahren irgendwo hin.

Seren Besorak, TriTrieGames

ClaudiaTheDev (OvaMagica)

In stressigen Phasen hilft mir am meisten eine feste TODO Liste abzuarbeiten und so den Fortschritt zu „fühlen“, indem ich Dinge abhaken kann. Um mich nebenbei zu entspannen, nehme ich gerne ein Bad oder gehe in den Wald bei mir um die Ecke!

ClaudiaTheDev

Brady Soglin (Fossil Corner, Plant Daddy, Biorhythm)

Ich bin eine Person, die strikt ihren Routinen folgt, und das hilft mir, stets ruhig zu bleiben. Außerdem schwimme ich gerne Bahnen und versuche, viel Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich liebe.

Brady Soglin, Overfull Games

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Gibt es etwas, das dir beim Entwickeln gar keine Freude bereitet?
Woher nimmst du die Inspirationen für dein Spiel? 

Angaben zum Artikelbild: Foto von DTS VIDEOS von Pexels

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Beatrice Eichhorn
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