Aloof (PC) im Test – Tetris gegen den Rest der Welt

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Spiele, die mit dem Tetris Konzept daherkommen, gibt es mittlerweile gar nicht mehr so viele, dennoch versucht sich immer mal wieder ein Entwickler oder eine Entwicklerin an der Idee. Wie auch in Aloof, dem Spiel, das heute auf Steam erschienen ist und spannende Puzzle-Fighting-Elemente verspricht. Ich habe mir den Titel für dich genauer angesehen.

Geht es nur ums Kämpfen?

Ich finde es ein bisschen schade, wie Aloof vermarktet wird, denn auf der Steam Seite wird vor allem auf den Multiplayermodi herumgehackt, die sehr umfangreich zu sein scheinen. Demnächst soll es dazu wohl noch einen Modus geben, bei dem man online gegen einen Freund kämpfen kann. Schade, dass der Einzelspielermodus so gut wie gar nicht in den Vordergrund gerückt wurde. Denn der ist gar nicht mal so einseitig.

Eine Story habe ich zu Aloof nicht, dafür kann ich mir aber vieles denken. Ich selbst schlüpfe dabei in die Rolle eines niedlichen Pixelhäschens, das auf einem Schiff ankommt und auf seiner Reise Inseln und Gebäude beschwört, um seine Heimat wieder zu beleben – zumindest ist das das, was ich mir dazu denke. Diese Gebäude beschwöre ich, in dem ich in klassischer Tetris Manier Blöcke mit verschiedenen Farben von oben erhalte und sie dann zu einer Form baue. Fünf zusammenhängende Blöcke werden jedoch in einen Angriff umgewandelt, was manchmal ganz schön tricky ist.

Mein Ziel und auch das des Einzelspielers ist es, die oben am Spielrand angezeigten Formen nachzubauen, um beispielsweise mehr Gebäude zu beschwören oder um befreundete Häschen von gefährlich aussehenden Inseln zu retten – hierbei ist Vorsicht geboten, denn eine Kombo, die nicht der Form entspricht, wird das arme Häschen in den ewigen Ozeangrund schicken.

Aloof hat hier bei vielen Leveln den Entdeckerdrang bei mir geweckt und ich habe an manchen Leveln wirklich ein paar Zähne verloren. Aber das macht für mich den Zauber aus. Neben den Rätseleinlagen gibt es auch Kämpfe gegen böse Kreaturen, die mich wohl nicht wieder zurück in ihrem Reich haben wollen. Hier kommen dann die Kombos zum Einsatz, doch dazu später mehr. Aloof punktet mit einem tollen Singleplayermodus, der gerne mehr in den Vordergrund gestellt werden darf.

Hier ist Köpfchen gefragt

Ich schrieb bereits, dass ich mir an manchen Puzzlen die Zähne ausbiss, doch auch die Kämpfe sind nicht wirklich ohne. Besonders in den späteren Leveln – oder wenn man Spaß am Multiplayer hat – haben die Gegner eine Art doppelten Panzer: Ich muss vorher einmal treffen, bevor ich mit einer zweiten Welle wirklich Schaden mache. Hier ist Schnelligkeit und Planungsgeschick gefordert, denn beide Wellen sollten direkt gleichzeitig ausgelöst werden, sonst ist der Panzer wieder oben und ich habe nichts gekonnt.

Aloof bietet somit nicht nur Puzzleabenteuer, sondern auch gepfefferte Kämpfe – die man im Übrigen super leicht beeinflussen kann. Für die KI lässt sich eine Geschwindigkeit einstellen. Setzt man diese auf 0, bewegt sich der Gegner übrigens komplett gar nicht mehr und man hat ziemlich leichtes Spiel. Tatsächlich hatte ich die Geschwindigkeit auf 1 gestellt, da mir 2 fast schon einen Zacken zu hart war. Das ist ziemlich cool, denn auf diese Weise kann ich die Schwierigkeit komplett selbst bestimmen, ohne wirklich vorher einen Schwierigkeitsgrad auswählen zu müssen, mit dem ich dann vielleicht bis zum Ende unzufrieden bin.

Untermalt wird das Ganze übrigens von einem hammermäßigen Soundtrack, der super zu jeder einzelnen Szene passt und irgendwie auch in Mark und Bein übergeht. Doch nicht nur der Soundtrack ist toll, sondern auch der Grafikstil für die einzelnen Tierwesen, die ich im Laufe meines Abenteuers treffe – allen voran mein niedliches Protagonistenkaninchen.

Die Rettung des Häschens!

Ein bisschen Entspannung

Was mir besonders gut an Aloof gefällt, ist die Möglichkeit, auch einfach ganz in Ruhe zu spielen. Ich entscheide, wann meine Blöcke wirklich den Boden berühren, sodass ich jeden Block auch einfach nochmal ganz nach oben ziehen kann, wenn ich ihn vielleicht in eine falsche Richtung geschoben habe. Das ist ziemlich cool. Zudem gibt es auch keinen Zeitdruck, zumindest bei den Puzzleabschnitten, sodass ich mir alle Zeit der Welt lassen kann.

Manchmal habe ich mir trotzdem gewünscht, dass es eine Story gibt, die ich mir nicht selbst ausdenken muss. Oder einen Fokus, der nicht auf dem Mehrspielermodus liegt. Diesen habe ich übrigens nicht ausprobiert, denn zum Onlinematch hat sich keiner gefunden, doch auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass Aloof bereits durch seinen umfangreichen Einzelspielermodus glänzt und nicht unbedingt einen Mehrspielermodus benötigt.

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Fazit: Wer braucht schon eine Story?

Aloof ist ein niedliches kleines Spiel, das vor allem mit seinem Grafikstil, einem fantastischen Soundtrack und einem knackigen Gameplay punktet. Eine Story gibt es nicht, was wiederum schade ist, denn wenn es noch eine sensationelle Story geben würde, die ich mir nicht nur selbst ausdenken muss, würde mir der Titel noch ein bisschen besser gefallen.

In Aloof schlüpfe ich in die Rolle eines Kaninchen, das wohl Meister im Spielen von Blöcken ist, denn in typischer Tetris Manier bekämpfe ich andere Tiere, rette Freunde oder löse Puzzle, die es in sich haben. Das ist ziemlich cool und vor allem die Rätsel motivieren, es immer wieder zu versuchen, bis man die richtige Lösung gefunden hat. Ein bisschen sehr schade finde ich den Fokus, der auf den Multiplayeraspekt des Spiels gelegt wird, den ich im Übrigen nicht ausprobieren konnte, da sich partout niemand für ein Match finden ließ.

Besonders Puzzle- und Tetrisfans kommen mit Aloof auf ihre Kosten. Wer eine gute Story sucht oder ein Spiel, das nur auf Singeplayer ausgelegt ist (*hust* Errungenschaft *hust*), der ist hier jedoch an der falschen Adresse.

ProContra
+ Toller Grafikstil– Fokus sehr stark auf Multiplayermodus und Kämpfe
+ Hammermäßiger Soundtrack– Es gibt keine Story, die etwas erzählt
+ Puzzle, an denen man sich die Zähne ausbeißt und die man immer wieder versucht– An manchen Puzzlen beißt man sich die Zähne aus
+ Schwierigkeitsgrad selbst wählbar über Geschwindigkeit

Technik: 84
Grafik: 87
Sound: 92
Umfang: 85
Gameplay: 73

Spielspaß: 86

  • Story: Aloof hat keine Story, die erzählt wird.
  • Frustpotential: Bei manchen Rätseln beißt man sich echt die Zähne aus.
  • Nachhaltigkeit: Aloof sollte ein Spiel sein, dass man immer wieder spielt. Ich hoffe, dass sich bald eine Gemeinde findet, die den Multiplayer nutzt.
  • Design/Stil: Schöner Grafikstil für die Charaktere.
  • Musik und Sound: Sehr hammermäßig und gut gelungen.
  • Preis-Leistung: Aloof kostet 12,49 €, was ich für den Umfang wirklich gerechtfertigt finde.

Offenlegung

Ich habe Aloof vom Entwickler kostenlos erhalten.

Aloof ist bisher bei Steam erhältlich.

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Beatrice Vogt
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