RIDE 4 (PS5) im Test – Der DualSense macht den Unterschied

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Ich hatte im letzten Jahr schon das Vergnügen, RIDE 4 auf der PS4 zu testen. Besonders gut kam das Spiel dabei nicht weg – doch jetzt schickt Milestone die PS5 Fassung mit einigen Verbesserungen an den Start. Warum ich noch immer kein Fan vom Spiel bin, RIDE 4 auf der PS5 aber dennoch das bessere Spiel, verrät die Review.

Gemacht für den DualSense

Man hat schon gut erkennbar mit der PS5 Version von RIDE 4 das gleiche Spiel vor sich, das schon im November für die PS4 erschienen ist. Dennoch ist es an einigen Stellen eine gut spürbare Transformation, die der Titel durchgemacht hat. Soviel: Durchaus scheint sich das Team bei Milestone mit der Umsetzung auf Sonys neue Konsole einige Mühe gegeben zu haben.

Besonders gut eingebunden wird der DualSense Controller mit seinem haptischen Feedback: Die Schultertasten geben beim Bremsen und Schalten eine klare Rückmeldung, vor dem Start des Rennens (bei Autopilot) lassen sich die Trigger nicht drücken. Man spürt teilweise richtig, wie der Controller „kämpft“ – sehr gut gelungen!

Generell spielt sich RIDE 4 mit dem DualSense deutlich angenehmer als noch mit dem DualShock 4, einen Patzer hat man sich aber auch erlaubt: Der rechte Stick ist furchtbar empfindlich bei der Kamerasteuerung. Ich lege manchmal meinen Daumen auf dem rechten Stick ab – für RIDE 4 musste ich mir das abgewöhnen, denn sofort fing die Kamera an, zu zittern. Keine Sorge, es liegt nicht an meinem Controller – das Phänomen ist nur bei RIDE 4 zu beobachten.

Siehst du die anderen Fahrer:innen ganz da vorne? Jap, das sind die Gegner im ersten Rennen.

Gemacht für die SSD

Noch bei etwas kann sich RIDE 4 auf der PS5 im Vergleich zur PS4 Version behaupten: Die Ladezeiten sind bedeutend kürzer geworden! Die Ladebildschirme konnte Milestone zwar noch nicht entfernen, doch die PS5 beseitigt sie in Windeseile – die vielen Ladepausen fallen kaum noch auf. Eine der großen Schwächen der letzten Milestone Spiele wird damit beseitigt.

Auch sonst kann sich die technische Umsetzung jetzt sehen lassen: RIDE 4 läuft flüssig und sieht gut aus, auch wenn mich die Strecken nach wie vor nicht sonderlich begeistern können. Der eine oder andere Fantasiekurs wie in den ersten RIDE Spielen hat mir da deutlich besser gefallen – doch mittlerweile schlägt Milestone einfach eine deutlich andere Richtung mit seinen Spielen ein.

RIDE 4 fühlt sich noch nicht ganz wie ein natives PS5 Spiel an, hier und da gibt es dafür noch etwas zu viel Kantenflimmern und optisch schwächere Elemente, doch insgesamt ist das stärkste Spiel von Milestone der letzten Zeit, was die Technik angeht. Gut gemacht!

Technisch überzeugt RIDE 4 größtenteils.

Spielerisch alles beim alten

Wenn du erfahren willst, warum ich dennoch kein besonders großer Fan von RIDE 4 bin, lies am besten meine Review zur PS4 Version – an den anderen Aspekten des Spieles hat sich nichts verändert. RIDE 4 ist knallhart, bisweilen auch für erfahrene Spieler:innen frustrierend – und es tut wenig, dich in irgendeiner Weise abzuholen.

Auch die trockene und wenig motivierende Inszenierung der Karriere bleibt, und das, obwohl RIDE 4 eigentlich ein Paradies für Motorradfans sein könnte. Es ist schade, denn eine Inszenierung wie bei Forza Horizon oder DIRT 5 würde das Spiel für mich interessanter machen – doch natürlich mögen es Simulationsfreunde lieber so. Doch auch dann wäre eine weniger trockene Inszenierung der Kampagne wünschenswert.

Vielleicht kam ich mit dem DualSense Controller wirklich besser klar, doch ich finde, etwas besser kam ich nun mit den Rennen zurecht. Dennoch ist RIDE 4 von Anfang an bockschwer und die KI schon in frühen Schwierigkeitsstufen fies. Ich spiele wirklich nicht viele Simulationen, doch wenn doch, komme ich normalerweise gut damit klar, auch mit den härteren Kalibern. Doch RIDE 4 teilt ab dem ersten Event einfach aus. Ich finde das nicht so gelungen.

Die Menüs und die Inszenierung der Karriere ist noch immer kein Highlight.

Fazit: Das bessere RIDE

Auf der PS5 gefällt mir RIDE 4 deutlich besser als auf der Vorgängerkonsole: Milestone hat den DualSense Controller hervorragend integriert, die technische Seite des Spieles verbessert und auch die Ladezeiten deutlich angenehmer gemacht. An den spielerischen Schwächen ändert sich aber größtenteils nichts: RIDE 4 ist knallhart, von Anfang an, und tut wenig, seine Spieler:innen in irgendeiner Form zu motivieren und abzuholen. Es ist ein großer Rennkatalog für Simulationsfreunde und -freundinnen, aber kaum ein motivierendes Videospiel. Echt schade, denn die Basis besteht. Milestone hat sich da in eine andere Richtung entwickelt – die ich befürworte, wenn das Spiel fairer wird.

Pro Contra
+ Hervorragende DualSense Einbindung– Wahnsinnig frustrierend
+ Ladezeiten deutlich reduziert– Von Anfang an bockschwer
+ Saubere Kulisse– Liebloser Karrieremodus
+ Gute Soundkulisse– Kurse lösen keine Begeisterung aus
+ Großer Umfang

Technik: 69
Grafik: 85
Sound: 92
Umfang: 85
Gameplay: 56
KI: 25

Spielspaß: 48

  • Story: RIDE 4 erzählt keine Geschichte – gibt sich aber auch keine Mühe, euch in den Motortsport abzuholen.
  • Nachhaltigkeitswert: Der Frust ist so ziemlich das Einzige, was mir in Erinnerung bleibt.
  • Frustpotential: Sehr groß.
  • Design/Stil: Realistisch und detailreich, im Menü aber dennoch lieblos.
  • Musik und Sound: Die Soundkulisse überzeugt.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Vollpreis ist für die gebotenen Inhalte angemessen.

Offenlegung

Ein Reviewkey zu RIDE 4 wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Manuel Eichhorn
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