What Comes After (Switch) im Test – Eine kurze Reise ins Leben

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Ich wusste schon etwas, was mich erwartet: Bea hat What Comes After bereits auf dem PC getestet. Selbst spielen wollte ich es seitdem schon immer, doch mit dem Erscheinen der Nintendo Switch Version bot sich die passende Gelegenheit. Auch ich habe die Zugfahrt absolviert – und präsentiere euch in der Review meine Meinung zu What Comes After.

Eine Zugfahrt ins (Un-)Gewisse?

What Comes After erzählt eine besondere und kreative Geschichte: Vivi, die Protagonistin, schläft im Zug ein und wacht im selben Zug wieder auf – nur, dass dennoch alles anders ist. Im Zug befinden sich ausschließlich Geister, die auf dem Weg zur nächsten Station nach dem Tod sind. Vivi ist die einzige Lebende.

Es gibt da etwas, das Vivi mit dem Tod und den Geistern verbindet – Zufall ist es nicht, dass sie in diesem Zug gelandet ist. Und so lauscht man in What Comes After den Geschichten der Geister, von Menschen, Tieren und Pflanzen, und wird dazu bewegt, über deren Leben, ihren Tod, aber auch über Gewohnheiten, Eigenheiten oder auch einfach nur Abgründe der Menschheit zu reflektieren.

Es sind bewegende Geschichten, die man da hört, und besondere, manchmal auch nur zum Schmunzeln, wenn man mitbekommt, wie ein Hund und eine Katze über ihren Tod und die Menschen denken, die sie verloren haben. Doch es sind auch Geschichten darüber, wie die Menschheit die Schönheit der Natur nicht wertschätzt – und sie noch dazu aus eigener Habgier zerstört. Trotz allem geht es in What Comes After darum, die Freude am Leben zu entdecken.

Die Protagonistin ist super dargestellt.

Schnell am Ziel

Wenn mich eins überrascht hat, dann wie schnell ich in What Comes After am Ziel angelangt bin. Ich muss wirklich sagen, dass mir das Spiel zu kurz ist. Das liegt zum einen daran, dass ich gern noch mehr von dem zauberhaften Stil und den interessanten Geschichten genossen hätte, zum anderen aber auch daran, dass mir etwas Potential auf der Strecke geblieben ist.

What Comes After vertritt eine klare Botschaft und stellt mit Vivi eine Protagonistin dar, die zu diesem Abenteuer besser nicht passen könnte: Eine Protagonistin, die sich selbst nicht liebt und deshalb an sich zweifelt. Doch für eine echte Charakterentwicklung bleibt in der Kürze des Abenteuers keine Zeit, ebenso wie ich am Anfang an ein bestimmtes System oder eine Entwicklung im Zug glaubte, die aber nicht vorhanden waren. Mit unter einer Stunde und knapp 30% Akku weniger auf der Switch war ich durch: Ich glaube, dass etwa die doppelte Spielzeit super angemessen gewesen wäre, um die Message noch kraftvoller zu kommunizieren. Nicht falsch verstehen: Vollständig und gelungen ist sie dennoch!

Die Umsetzung von What Comes After auf die Switch ist makellos gelungen – da läuft alles flüssig und sieht einfach wunderbar aus. Am Ende des Spieles ist einmal von der Leertaste die Rede – da wurde vergessen, das Wort anzupassen. Der Preis von 6,99€ auf der Switch für die kurze Spielzeit und den doch relativ geringen unmittelbaren Wiederspielwert ist aber wirklich recht happig.

Fazit: Es gilt, das Leben zu lieben

Ich bin fasziniert von What Comes After und kann Beas Begeisterung (zu ihrem Testbericht) nachvollziehen. Es lohnt sich, diese Zugfahrt anzusehen und sich bewusst zu machen, warum sich das Leben lohnt – und dabei auch mal zu überlegen, was jede:r Einzelne tun kann, um es für alle Lebewesen noch lebenswerter zu machen. Überrascht war ich nur, wie schnell die Reise vorbei ist: Mit der Kürze dieses Abenteuers hat man nichts an der Aussagekraft, aber doch am Umfang der Message eingebüßt. Statt einer knappen Stunde Spielzeit hätte ich mir hier zwei gewünscht. Deshalb fällt meine Wertung für die Switch Version etwas niedriger aus als Beas für die PC Version – auch weil der Preis auf Nintendos Konsole etwas happig ist. Eine klare Empfehlung erhält What Comes After dennoch.

ProContra
+ Lebensbejahende Geschichte– Sehr kurze Spielzeit
+ Toller Stil
+ Deutsche Übersetzung
+ Saubere Switch Umsetzung
+ Gut erzählt

Technik: 78
Grafik: 90
Sound: 85
Umfang: 50
Gameplay: 86

Spielspaß: 94

  • Story: What Comes After lässt einen das Leben durch die Augen der Toten sehen und entdeckt viele verschiedene Schicksale.
  • Frustpotential: Nein, keins vorhanden.
  • Design/Stil: Wunderbarer Zeichenstil, der für eine gute Atmosphäre in Zusammenhang mit dem Soundtrack sorgt.
  • Nachhaltigkeitswert: Ich hoffe, dass es in Erinnerung bleibt – die Darstellung die Aussage sind sehr gelungen.
  • Musik und Sound: Sorgen für eine dichte Atmosphäre.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: What Comes After kostet auf der Switch 6,99€, was angesichts der Kürze recht happig ist.

Offenlegung

Wir haben What Comes After selbst gekauft.

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Manuel Eichhorn
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