Wieder mal verloren in Portia

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Es gibt mittlerweile nur zwei Spiele, die ich auf so gut wie allen Plattformen besitze, immer wieder von vorne beginne und in denen ich mich immer wieder für viele Stunden verlieren kann. Zum einen ist das Final Fantasy XII, das ich sogar noch in der Platinum Version für die PlayStation 2 besitze. Zum anderen ist das My Time at Portia, von dem ich damals auf der PlayStation 4 gar nicht gedacht hätte, dass es mich so fesseln kann. Und genau um letzteres soll es heute einmal gehen.

Willkommen in Portia

Dieses Mal habe ich My Time at Portia im Zuge des Game Pass Ultimate auf der Xbox Series S kennengelernt, nachdem ich es bereits auf der PS4 und der Nintendo Switch Stunde um Stunde gespielt habe. Kurz für alle, die das Spiel noch nicht kennen: Du kommst am Anfang mit dem Boot in Portia an, weil du die Werkstatt deines Vaters, der Portia vor Jahren verlassen hat, erbst. Deine Aufgabe besteht darin, den Dorfbewohnenden zu helfen und dir ein eigenes Leben aufzubauen. My Time at Portia gibt dir dabei super viele Freiheiten, sodass du Dinge herstellen oder kochen kannst, du kannst aber auch einfach Obst und Gemüse anpflanzen. Ich empfehle, der Story zu folgen, denn hier warten die spannenden Dinge auf dich. Gefährliche Dungeons mit kreativen Endgegnern und vielem mehr.

Klar, die Gegner in Portia sind nicht immer einfach. Ich glaube, allein beim zweiten Dungeon habe ich locker 20 oder 30 Anläufe gebraucht, weil ich es einfach nicht geschnallt habe. Mit der richtigen Ausrüstung und vielen verschiedenen Items, die dich heilen, kommst du aber richtig gut durch.

Das sind so die Eckdaten von My Time at Portia. Doch hinter dem Titel steckt noch so viel mehr und ich glaube, was mich ganz besonders erfreut, ist die Nachbarschaft, also all die Menschen, die mich mit offenen Armen empfangen und dir mein ein digitales Zuhause geben.

Emily und Arlo, meine Herzen

Ein bisschen klassisch ist My Time at Portia aber schon, denn du sollst dich in deinem neuen Zuhause auch wohlfühlen, weswegen du die Möglichkeit hast, die Dorfbewohnenden auch näher kennenzulernen und sich mit ihnen anzufreunden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon meine Heimat nach Portia verlegt habe, aber ich weiß definitiv, dass ich weder um Arlo noch um Emily einen Bogen machen kann, wenn ich an meine virtuelle Partnerschaft denke. Beide haben für mich ganz besonderen Charme – und das liegt nicht nur daran, dass Emily auch auf dem Cover des Titels abgebildet ist.

Ich liebe Emilys Leichtigkeit und Arlos Beschützerinstinkt. Allein, wenn ich daran denke, wie im Sommer mit Emily auf der Veranda saß und Wassermelonen aß, wird mir ganz warm ums Herz. So spiele ich My Time at Portia irgendwie doch immer gleich, auch wenn es mir so viele Freiheiten gibt, doch der Mensch ist schon so ein Gewohnheitstiere. Doch nicht nur Emily und Arlo machen Portia zu einem besonderen Ort, sondern auch all die anderen Menschen in dieser kleinen Stadt. Ich fühle mich direkt willkommen, was nicht nur an einer der ersten Quests liegt, bei der ich alle Menschen in der Stadt kennenlernen soll und sie mir wichtige Geschenke geben. Es liegt einfach an der super lieben und offenen Art dieser virtuellen Personen, die dich ohne Judgment einfach aufnehmen. Es ist ihnen egal, woher du kamst oder warum du nun in Portia bist. Es ist ihnen nur wichtig, dass die Werkstatt wieder belebt wird und es einen weiteren sinnvollen Handwerkenden in Portia gibt, der vor allem Higgins, dem anderen Handwerkenden, das Wasser reichen kann.

Ich fühle mich einfach unheimlich wohl in Portia und ertappe mich dabei, wie ich an manchen Tagen nur mit den wunderbaren Leuten in dieser wundervollen Stadt reden möchte, statt einfach nur direkt wieder ins Bett zu gehen, weil ich keine Lust auf draußen habe. Übrigens: So geschehen in Story of Seasons: Pioneers of Olive Town.

Es ist nicht alles glänzend

So ein bisschen liest sich dieser Artikel zu My Time at Portia wie ein kleiner Liebesbrief – und das soll er durchaus auch sein. Ich will nur auch ein kleines bisschen den grauen Meckerfaltern unter euch entgegen wirken. Natürlich ist nicht alles rosig in Portia. Das geht auch gar nicht. Manchmal nervt es mich, die ganzen Rohstoffe zu sammeln, das gebe ich ja gerne zu, doch My Time at Portia ist kein Spiel, das dich zur Eile drängt. Dann brauchst du eben zwei Wochen für deine Schneidemaschine – so wie ich gerade – dann ist das eben so. Na und? Wer soll ich denn bestrafen? Und das finde ich auch echt gut hier. Keiner nervt dich. Vielleicht lässt mal jemand im Gespräch mit dir fallen, wie es mit deinen Pflanzkästen läuft, wenn du diese gerade in einer Quest bauen sollst, aber dir geht keiner auf den Keks hierbei.

Uncooler finde ich da eher die technische Umsetzung, aber damit muss ich schon seit My Time at Portia auf der PlayStation 4 leben, denn manchmal gibt es einfach kleinere Schluckaufs. So zum Beispiel beim Nutzen der Spitzhacke, da dort die Animation immer einen Tacken hakt. Ist das schlimm? Nein. Von daher, nothing to worry about. Und all diese kleinen Fehler kann ich in meinem kleinen Liebesbrief an Portia verschmerzen.

Du warst noch nie in Portia? Dann bin ich der Meinung, dass du es unbedingt besuchen solltest. Aktuell befindet sich der Titel noch im Game Pass Ultimate, sodass du es sowohl auf der Xbox One und Series S|X als auch auf deinem Windows 10/11 PC spielen kannst, sofern du den Pass abonniert hast. Ansonsten findest du My Time at Portia auch überall sonst, wo du gute Spiele kaufen kannst: PS4, Nintendo Switch, Steam und bei all deinen anderen Lieblingsshops. Ich bin sehr gespannt, wie sich der Nachfolger My Time at Sandrock spielt, aber das bekommt sicherlich seinen ganz eigenen Liebesbrief. Bis dahin verbringe ich noch ein bisschen Zeit in meiner Lieblingsnachbarschaft – und tippe noch zwei oder drei Zeilen für eine Review der Xbox Version zusammen. Schließlich können wir nie genügend Reviews zu Portia auf dem Palace haben, wie ich finde.

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Beatrice Eichhorn
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